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Bauabschnitt 2 der B 13-Sanierung startet am 8. April. Das dabei anfallende Fräsgut wollte der Rathauschef auf die Feldwege der Gemeinde ausbringen. 

Bundesstraßen-Sanierung in Fahrenzhausen 

Wohin mit den Resten der B13? Vorschlag des  Bürgermeisters abgewatscht 

Die nächste Großbaustelle steht auf der Hauptverkehrsader Fahrenzhausens an. Der Rathauschef  kassiert bereits im Vorfeld eine Absage von den Gemeinderäten. 

Fahrenzhausen – Am Ende stand Fahrenzhausens Bürgermeister Heinrich Stadlbauer ziemlich allein auf weiter Flur: Als einziger stimmte er dafür, mit dem Fräsgut der B 13-Baustelle die Feldwege der Gemeinde zu ertüchtigen. Im Vorfeld der nächsten großen Baustelle ab dem kommenden Montag stimmte der gesamte Gemeinderat gegen den Vorschlag des Rathauschefs. Derzeit herrscht wieder einmal die berühmte Ruhe vor dem Sturm in Fahrenzhausen, ehe erneut Straßen gesperrt und Umleitungsstrecken eingerichtet werden. Am Montag, 8. April, startet der zweite Abschnitt der Sanierung der Bundesstraße, im Zuge dessen zunächst im gesamten Bereich zwischen der Unterbrucker Kirche und dem Kreisverkehr am nördlichen Ortsrand der Straßenbelag entfernt wird.

B13-Baustelle: Umleitung über Thurnsberg

Bürgermeister Heinrich Stadlbauer informierte den Gemeinderat, dass der Weg in die Ortsteile Unterbruck oder Großnöbach dann nur noch über Thurnsberg führt. Die ausführenden Firmen der B 13-Baustelle schlugen der Gemeinde Fahrenzhausen vor, dass man das angefallene Fräsgut auf Wegen bei Fahrenzhausen ausbringen könnte. Dieses Material würde die Wege ertüchtigen und belastbarer machen. Bürgermeister Stadlbauer schlug das dem Gemeinderat vor mit der Idee, für Begegnungsverkehr auch kleine Ausweichbereiche zu schaffen bei den Einmündungen anderer Feldwege. Stadlbauer sah in der Maßnahme den Vorteil, dass die Gemeinde die Wege nicht mehr aufkiesen und auch nicht ständig Löcher auffüllen müsse.

Die Gemeinderäte sahen das ganz anders. Mehrere Ratsmitglieder bezweifelten, dass mit den Resten der Bundesstraße komplett unbedenkliche Fräsreste in der Natur ausgebracht werde. „Das wäre das erste Mal, wenn das ökologisches Material wäre“, sagte etwa Josef Widhopf.

Bundesstraße gesperrt: Räte sind gegen Schleichwege

Ein zweiter Kritikpunkt mehrerer Gemeinderäte war der Schleichverkehr, der ausgebaute Feldwege als Umfahrungseinladung sehen könnte – denn mit diesem Schleichverkehr hatte Fahrenzhausen schon beim ersten Bauabschnitt große Probleme. Der Bürgermeister entgegnete, dass diese Wege nötig wären für die Erreichbarkeit des Kindergartens.

Robert Hagn fand, mit Einschränkungen während der Bauzeit könne man schon leben: „Es ist überheblich, die absolute Erreichbarkeit immer zu fordern.“ Er verwies auf die Menschen in München, die oftmals auch drei Straßen weiter parken und dann zu ihrer Wohnung laufen müssen. Somit wurde der Ausbau der Feldwege mit 1:16 Stimmen abgelehnt. Für die beteiligten Baufirmen bedeutet die Abfuhr des Gemeinderats nun, dass sie das anfallende Fräsgut mit mehr Aufwand und wohl auch Kosten entsorgen müssen. 

Nico Bauer

Lesen Sie auch: Während der Bauzeit des ersten Sanierungsabschnitts kam es zu einem schlimmen Zwischenfall. 

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