Auftakt zum Festjahr: Das Interesse am Referat über die 1000-jährige Geschichte Fahrenzhausens war groß. Es war die erste Veranstaltung zum runden Geburtstag der Gemeinde. 

Auftakt zu 1000 Jahre Fahrenzhausen

Blick auf 1000 Jahre: Von Varnoleshusa zu Fahrenzhausen

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Fahrenzhausen feiert sich heuer. Aus gutem Grund: Die Gemeinde wird 1000 wird die Gemeinde alt. Am Donnerstagabend startete man das Jubiläum mit einem ersten Vortrag über die 1000-jährige Historie.

Fahrenzhausen  Beat Bühler griff in seinen Ausführungen das Mittelalter und die Aufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg auf.

Zu Beginn war Fahrenzhausen nur der Nebenort

Bei der ersten urkundlichen Erwähnung 1020 war von „Varnoleshusa“ die Rede. Bürgermeister Heinrich Stadlbauer erinnerte an seinen damals für Fahrenzhausen zuständigen Namenspatron König Heinrich II. „Verwaltungsthemen wurden eher mit Feldzügen als mit Bürgerentscheiden gelöst“, witzelte der Rathauschef mit einem Seitenhieb auf den Rathaus-Entscheid. „Besser war das sicher auch nicht“. Der in Unterbruck lebende Bürgermeister erinnerte auch noch grinsend daran, dass Fahrenzhausen seinerzeit nur der Nebenort gewesen sei.

Eine Reise durch die Geschichte: Beat Bühler.

In seinem Vortrag über die Anfangszeit berichtete Beat Bühler, dass in alten Aufzeichnungen von Oberbruck und Unterbruck die Rede gewesen sei. Das eine heißt heute noch Unterbruck, während das andere Dorf nun als Fürstenfeldbruck bekannt sei. An beiden Stellen wurde für die Überquerung der Amper ein Wegezoll verlangt. Bühler zeigte das entscheidende Dokument mit der ersten offiziellen Erwähnung von Fahrenzhausen. Aus der Umgebung wurden unter anderem auch die Dörfer Klein-eisenbach, Lauterbach, Pelka (Gemeinde Hohenkammer) oder Hohenbercha (Gemeinde Kranzberg) genannt. „Es wäre möglich gewesen, dass Unterbruck auch ein Markt wird so wie Oberbruck“, so Bühler.

Der Historiker ging in seinem zweiten Teil der historischen Reise auf die Zeit nach dem Krieg zurück. Er zeigte ein Video, in dem Augenzeugen über die letzten Kriegstage berichteten. Sie erzählten, dass Einheimische Dynamit aus Löchern der Amperbrücke in den Fluss warfen und so die Sprengung durch die Nazis verhinderten. Nach dem Kriegsende kehrte erste Normalität ein mit dem alten Schulhaus, in dem auch die Gemeindekanzlei untergebracht war. Mit dem Vortrag von Beat Bühler ist das Fahrenzhausener Festjahr nun offiziell gestartet. Zahlreiche Veranstaltungen im Laufe von 2020 stehen unter dem Motto 1000 Jahre Fahrenzhausen. Im Herbst wird die Gemeinde die neue Chronik präsentieren.

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Ein Brunnen zum 1000-Jährigen

2. Bürgermeister Andreas Karl organisiert das Festjahr und kündigte an, dass neben verschiedenen Vorträgen und dem Verkauf der Chronik auch Schilder mit den historischen Hofnamen gefertigt werden sollen. Zudem will sich die Gemeinde ein Denkmal bauen mit einem Brunnen, der noch lange an das Jubiläum erinnern soll.

Das Programm zum Festjahr

Donnerstag, 19. März, 18 Uhr, Kirche Fahrenzhausen: Gottesdienst zum Josefitag mit anschließender Jubiläumsbierprobe. Zudem wird das Jubiläumsbrot aus Fahrenzhausener Roggenmehl serviert. Sonntag, 29. März, 10 Uhr, Alter Wirt: Frühschoppen des Musikvereins. Freitag, 1. Mai, 11 Uhr: Maibaumaufstellen. Donnerstag, 21. Mai, 9 Uhr, Alter Wirt: Vatertagsfeier der Feuerwehr. Samstag, 20. Juni, 18 Uhr, Kirche: Gottesdienst mit Weihbischof Haßlberger. Sonntag, 21. Juni, 10 Uhr, Feuerwehrhaus: Dorffest der Maibaumburschen mit Ausstellung historischer Maschinen und Münzprägung. Samstag, 25. Juli, 18 Uhr, Bäckerstadl: Sommerfest des Krieger- und Soldatenvereins. Sonntag, 18. Oktober, 10.15 Uhr, Kirche: Gottesdienst zu Kirchweih mit anschließendem Abschluss des Festjahres.

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