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Erfolgreich beim Sammeln von Unterschriften waren die Initiatoren Michael Müller und Alexander Reich (v. l.). 

BI will Rathausneubau auf gemeindeeigenem Grundstück durchsetzen

Bürgerentscheid Fahrenzhausen: 615 Unterschriften übergeben

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615 Unterschriften liegen jetzt im Rathaus Fahrenzhausen. Sie könnten die Weichen in Sachen Rathausneubau stellen: Die Bürgerinitiative will damit ein neues Rathaus auf einem Erbpacht-Grundstück verhindern. 

Fahrenzhausen Die Zeiten der „Was wäre, wenn…“-Diskussionen sind beendet, nun liegen die Karten endlich auf dem Tisch. Genau genommen liegen in Fahrenzhausen die Unterschriften auf dem Tisch und mit 615 Unterzeichnern gibt es keinen Zweifel mehr an einem Bürgerentscheid über den Bauort des künftigen Rathauses.

Die Gemeinde Fahrenzhausen plante das neue Rathaus in Erbpacht mit einem 70 Jahre andauernden Vertrag und führte auch den Architektenwettbewerb durch. Dann formierte sich die Bürgerinitiative, weil man in dem Verfahren offiziell nichts über die finanziellen Konditionen erfahren hatte.

Gemeindeeigenes Grundstück für den Rathausneubau

Mit einem Bürgerentscheid will die Gruppe den Bau des Rathauses auf einem zentral gelegenen Gemeindegrundstück durchsetzen. Die Hürde für das Bürgerbegehren waren knapp 400 benötigte Unterschriften, die bis Ende Oktober gesammelt werden sollten.

Der Bürgermeister nimmt Unterschriften in Empfang

Nun haben Michael Müller und Alexander Reich als Vertreter der Bürgerinitiative satte 615 Unterschriften an den Bürgermeister Heinrich Stadlbauer übergeben. Damit sind definitiv alle Fragen beantwortet – es liegen 250 Unterschriften mehr als benötigt vor. So dürfte die Prüfung der Adressen und Unterschriften durch die Verwaltung eher eine Formalität sein. Die Bürgerinitiative legte die Listen in Geschäften aus und Michael Müller dankt vor allem Johanna Schmid. „Bei ihr kamen die meisten Unterschriften zusammen“, sagt Müller, „dafür sprechen wir ihr unseren großen Dank aus“. Der Sprecher der Bürgerinitiative weiß auch von zwei Personen, die nach intensiven Diskussionen im Ort ihre Signatur zurückziehen wollen. Bei 615 Unterschriften sei das aber belanglos.

Und wie geht’s nun weiter? Nach der Prüfung des Bürgerbegehrens und der gültigen Unterschriften muss sich der Gemeinderat mit dem Thema befassen. Dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten. Der Gemeinderat kann dem Bürgerbegehren zustimmen und damit wäre das Rathaus auf dem kirchlichen Grund gestorben.

Stadlbauer hat sofort reagiert: Pläne liegen schon jetzt auf Eis

Bleiben die Kommunalpolitiker weiter bei ihrer bisherigen Entscheidung, dann kommt es zum Bürgerentscheid über den zukünftigen Bauort des Rathauses. Mit dem Bürgerentscheid hatte auch der Bürgermeister Heinrich Stadlbauer gerechnet und deshalb kurz nach Bekanntwerden der Unterschriftensammlung alle weiteren Schritte für den Rathausbau gestoppt. Das bleibt nun wohl mehrere Monate so. Mit einem Bürgerentscheid und der Kommunalwahl im März stehen der Gemeinde Fahrenzhausen definitiv turbulente Zeiten bevor.

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