Die Kandidaten für die Fahrenzhausener Bürgermeisterwahl stehen jetzt fest. Wer ins Rathaus einziehen wird, das bestimmen die Bürger am 25. September.
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Die Kandidaten für die Fahrenzhausener Bürgermeisterwahl stehen jetzt fest. Wer ins Rathaus einziehen wird, das bestimmen die Bürger am 25. September.

Nach Tod von Heinrich Stadlbauer

Drei Bewerber für den Rathaus-Chefsessel: Das sind die Bürgermeister-Kandidaten in Fahrenzhausen

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Susanne Hartmann (FDP/FWE), Alexandra Karl (Grüne) und Günter Fuchs (CSU) treten am 25. September zur Wahl an. Sie alle wollen den Chefsessel im Fahrenzhausener Rathaus erobern.

Fahrenzhausen – Die „3“ ist seit je her eine magische Zahl. Und drei Kandidaten sind es auch, die sich am 25. September in Fahrenzhausen zur Wahl stellen, wenn in der westlichsten Gemeinde des Landkreises Freising ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin bestimmt wird: Günter Fuchs wird von der CSU ins Rennen geschickt, Susanne Hartmann tritt für die FDP und die FWE an, Alexandra Karl wurde von Bündnis 90/Die Grünen nominiert. Lange hielten sich die Parteien und Gruppierungen zurück und hüllten sich in Schweigen, wenn es um die Nachfolge für den am 1. Juni überraschend verstorbenen Bürgermeister Heinrich Stadlbauer (FBL) ging.

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Kurz vor Ablauf der Meldefrist für die Bewerber am 4. August ging es dann aber Schlag auf Schlag. Am 29. Juli kürten die FWE (nichtöffentlich) ihre Favoritin, am 2. August zog die CSU nach, am 3. August schließlich waren die Grünen am Zug.

Günther Fuchs soll für CSU den Rathaus-Sessel erobern

Die Christsozialen sind nach längerer Suche fündig geworden: Günter Fuchs soll für die CSU den Chefsessel im Rathaus erobern. Fuchs, heute 51, lebt in Petershausen. Der gelernte Verwaltungsfachwirt, der derzeit Geschäftsleiter der Gemeinde Reichertshausen an der Ilm ist, hat bereits Erfahrung als Bürgermeister: 2008 wurde er zum Bürgermeister der Gemeinde Petershausen gewählt, konnte allerdings bei der Wahl 2014 seinen Posten nicht verteidigen und unterlag in der Stichwahl Marcel Fath (FW). Sein Versuch, 2020 den Chefsessel in Petershausen wieder zurückzuerobern, scheiterte. Abermals unterlag er in der Stichwahl Fath. Jetzt ist Fuchs Fraktionschef der CSU im Petershausener Gemeinderat. Sein Credo: „Gemeinsam werden wir Fahrenzhausen für die Zukunft rüsten.“

FDP-Frau Susanne Hartmann wurde von FWE nominiert

Ebenfalls nicht aus Fahrenzhausen, sondern aus einer Nachbargemeinde – nämlich Hohenkammer – kommt Susanne Hartmann (59), die von der FDP ins Spiel gebracht und von der FWE nominiert wurde. Auch Hartmann ist schon Bürgermeister-Wahl-erprobt: In Hohenkammer ist sie für die FDP schon zwei Mal als Bewerberin angetreten - allerdings ohne Erfolg. 2014 unterlag sie Amtsinhaber Johann Stegmair (CSU), 2020 scheiterte sie in der Stichwahl knapp an ihrem CSU-Kontrahenten Mario Berti. Hartmann sitzt seit 14 Jahren im Gemeinderat Hohenkammer und zog bei der Kommunalwahl 2020 für die FDP in den Freisinger Kreistag ein. Sie arbeitet seit neun Jahren bei einem Automobilzulieferer in München. Zuvor war sie Teamleiterin im Facility Management beim ehemaligen Münchner Modekonzern Escada. Ihr Credo: „Alle müssen an einem Strang ziehen.“

Allein Grünen-Kandidatin Alexandra Karl kommt aus Fahrenzhausen

Das Kandidaten-Trio macht als einzige Fahrenzhausenerin Alexandra Karl komplett, die von den Grünen auf den Kandidatenschild gehoben wurde. Die 51-jährige Juristin, die bei verschiedenen Unternehmen in der freien Wirtschaft in leitender Position tätig war, ist in Weng aufgewachsen und lebt seit 1996 im Hauptort Fahrenzhausen. In ihrer Gemeinde ist Alexandra Karl keine Unbekannte, war ihr Vater Gottfried Liedl doch 30 Jahre dort Gemeinderat und auch 2. Bürgermeister, ist Träger der Bürgermedaille in Gold. Karl selbst ist beispielsweise seit über 30 Jahren als Organistin und Chorleiterin im Pfarrverband Fahrenzhausen-Haimhausen und im Musikverein Fahrenzhausen engagiert, hat zudem die auch heute noch existierende Zwergerlgruppe in Weng mitbegründet. Ihr Credo: Offenheit für neue Ideen, Toleranz, Zuhören und Verstehen. Denn: „Gemeinde sind wir alle.“

Rausgehalten haben sich die Freie Bürgerliste (FBL), denen Stadlbauer angehörte, und die SPD. Wie 3. Bürgermeister Heinrich Kislinger (FBL) sagte, habe man trotz vieler Gespräche einfach keinen Kandidaten gefunden. Die SPD, so Gemeinderat Martin Angermaier, habe nie ernsthaft daran gedacht, einen Kandidaten aufzustellen. Während die FBL keine Wahlempfehlung ausspricht, unterstützt die SPD den CSU-Kandidaten, wie Angermaier sagt: „Er war Bürgermeister, er kennt sich aus.“ Ihm traue man am ehesten zu, die angestoßenen Projekte zu realisieren.

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