Ein beliebter öffentlicher Treffpunkt ist der Skaterplatz in Unterbruck für junge Menschen. Auch wenn während des Lockdowns Zusammenkünfte nicht erlaubt sind, treffen sich die Jugendlichen hier trotzdem.
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Ein beliebter öffentlicher Treffpunkt ist der Skaterplatz in Unterbruck für junge Menschen. Auch wenn während des Lockdowns Zusammenkünfte nicht erlaubt sind, treffen sich die Jugendlichen hier trotzdem.

Bericht des Zweckverbands für Jugendarbeit in Fahrenzhausen

Corona-Verstöße auf dem Skaterplatz Unterbruck: „Den Jugendlichen ist es einfach langweilig“

  • vonNico Bauer
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Immer wieder gibt es Verstöße gegen die Corona-Regeln durch Jugendliche in der Gemeinde Fahrenzhausen. Im Gemeinderat war das nun Thema.

Fahrenzhausen - Die Corona-Pandemie und damit verbundene Lockdowns machen die Arbeit in vielen Bereichen schwierig. Das musste auch Carolin Patock zugeben, als sie vor dem Fahrenzhausener Gemeinderat den Zweckverband Jugendarbeit vorstellte und man über aktuelle Entwicklungen sprach. Der Zweckverband Jugendarbeit Haimhausen deckt den östlichen Landkreis Dachau ab und ist im Nachbarlandkreis eine bekannte Größe.

Jugendzentrum geschlossen: Jugendliche treffen sich auf Skaterplatz

Dazu kommen aktuell noch zwei Kommunen aus dem Kreis Pfaffenhofen (Jetzendorf, Reichertshausen) sowie Fahrenzhausen als einzige Kommune aus dem Bereich Freising. Hier ist der Zweckverband aber nicht wegzudenken als Betreiber von Jugendzentrum, diversen Betreuungsangeboten und offener Jugendarbeit.

Im Lockdown bleibt das Jugendzentrum geschlossen, und das sorgte für eine „Verlagerung der Jugendlichen“. Andreas Kern wünschte sich, dass man beim Skaterplatz auf dem Sportgelände des FCA Unterbruck deshalb auch genau hinschauen müsse. Dort treffen sich regelmäßig größere Gruppen, teilweise konsumieren sie Alkohol und hinterlassen Müll. „Den Jugendlichen ist es einfach langweilig“, sagte Kern.

Zweckverband Jugendarbeit regelmäßig vor Ort

Carolin Patock und ihr Team sind regelmäßig an diesem „Brennpunkt“ unterwegs. Sie machte deutlich, dass es sich um unterschiedliche Gruppen handle, die nicht von den Gemeinderäten in einen Topf geworfen werden sollten: Zum einen gebe es die Jugendlichen, die einfach nur die frei zugängliche Anlage zum Skaten nutzen wollen. Auf der anderen Seite nutzten junge Menschen, den von der Wohnbebauung etwas abgelegenen Ort auch als Treffpunkt, weil Freizeitangebote wie der Jugendtreff in Zeiten von Corona nicht zugänglich sind. Die Mitarbeiter des Zweckverbands Jugendarbeit berichteten, dass es mit dem Skaterplatz, der Umgebung des Jugendzentrums und dem Waldkindergarten drei regelmäßige Treffpunkte der Jugendlichen gebe. „Die Situation ist nicht einfach für die jungen Leute“, hieß es. Die Mitarbeiter des Jugendzentrums würden an den Plätzen regelmäßig vorbeischauen und den Dialog mit den Jugendlichen suchen. Die bisherigen Lockdowns hätten deutlich gezeigt, dass digitale Angebote nicht viel bringen. Ohne Präsenz gehe gar nichts.  

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