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Es gab nichts, was es nicht gab: Knödel, so weit das Auge reiche, von herzhaft bis süß, von altbekannt bis noch nie gehört – und alle schmeckten.

Viehbacher laden auf ihre Knödelstraße ein

Ein Fest, bei dem alles rund lief: Willkommen im Knödelhimmel

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Wer Knödel mag, fühlte sich am Samstag in Viehbach wie im Himmel. Leberknödel, Tiroler Knödel, Kaspressknödel, Kartoffelknödel mit Streichwurstfüllung, Bologneseknödel, Mozartknödel, Mariellenknödel und viele viele mehr wurden da serviert. Ein rundes Fest. 

Viehbach – 20 Knödel- und Soßenmacher hatten sich schwer ins Zeug gelegt, irgendwas zwischen 3000 und 4000 Knödel – genau konnte das niemand sagen – in allen nur denkbaren Variationen ließen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, und rund 20 Meter lang war die Knödelstraße vor dem Schützenheim. Kurz: Am Samstag war Knödelfest in Viehbach. Bei der zweiten Auflage des kulinarischen Stelldicheins von inzwischen auch internationalen Teilnehmern – sogar aus der Schweiz vom Zürichsee war ein Knödelteam heuer angereist – konnten sich die Organisatoren nicht nur auf das gute Wetter, sondern auch auf den Hunger und den Appetit der Besucher verlassen: „Einmal zahlen – Essen, so viel Ihr wollt“ verkündete ein Plakat am Eingang.

Für zehn Euro war man als Erwachsener mit von der Partei, konnte sich die Knödelstraße von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne entlang essen, Kuchen verzehren, wenn man denn noch immer Hunger hatte, und in rauen Mengen Kaffee trinken. An der Bar gab es außerdem Sekt, Hugo, Aperol & Co. – was freilich im Eintrittspreis nicht enthalten war.

Im Schützenheim, wo Fußballfans nichts von den Halbfinals verpassten und sich der Nachwuchs am Schminktisch aufhübschen lassen konnte, war alles zu haben – vom Wasser bis zur Halben Bier. Das Hauptaugenmerk freilich galt der Knödelparade: Leberknödel, Tiroler Knödel oder auch Kaspressknödel, Essigknödel und Spinatknödel, aber auch Kartoffelknödel aus dem Allgäu (mit Streichwurstfüllung!) und Serviettenknödel sprachen die Liebhaber deftiger Speisen an, sommerlicher Knödelsalat und Thüringer Klöße ebenfalls. Etwas ganz Besonderes und wohl Unbekanntes waren die Rote-Beete-Knödel mit Meerrettichsoße oder auch die Bologneseknödel auf Tomatensoße und Parmesan. „Probieren geht über studieren“ war also durchaus als Motto geeignet, um sich kulinarisch und geschmacklich auf neues und unbekanntes Terrain zu begeben.

Selbstverständlich war auch die süße Variante im Knödelhimmel zu Viehbach vertreten: Marillenknödel mit gerösteten Semmelbröseln, Mohnknödel oder auch Mozartknödel (nicht Mozartkugeln!).

Wie schon im vergangenen Jahr bei der Erstauflage des kulinarischen Festes wurden die Einnahmen als Spende für einen guten Zweck verwendet: Die Haunersche Kinderklinik und Paulinchen e.V. – Initiative für brandverletzte Kinder – werden den Erlös aus dem Knödelfest 2018 erhalten. Eine stets gut bevölkerte Hüpfburg und die musikalische Unterhaltung mit Songs aus dem 60er und 70er Jahren, mit Alpenrock und vielem mehr von mixed5 erhöhten den Appetit, den Durst und damit auch die Spendensumme.

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