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Seit zwei Jahrzehnten ist das Feuerwehr- und Schützenheim das Domizil für gleich zwei Vereine aus Jarzt und Appercha. Das musste kräftig gefeiert werden.

Seit 20 Jahren unter einem Dach

Ein Haus für zwei

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Ein Haus, zwei Vereine: Seit 20 Jahren steht das Gebäude in Jarzt, das gleichzeitig der Feuerwehr und den Schützen aus Jarzt und Appercha als Heimat dient. Und seit zwei Jahrzehnten ist die Nachbarschaft gut – so gut, dass man am Sonntag das 20-jährige Bestehen des gemeinsamen Domizils feierte.

JarztDie Feuerwehr, so berichteten 1. Schützenmeisterin Petra Plabst und Feuerwehrvorstand Anton Bauer, habe schon in 1980er Jahren Überlegungen angestellt, das damalige Feuerwehr- und Gerätehaus gegenüber der aktuellen Bushaltestelle wegzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Doch das Areal war zu klein für einen Neubau. Als dann die Gemeinde Fahrenzhausen 1988 das Grundstück gegenüber der Kirche in Jarzt erwarb, begann man mit den Planungen für ein neues Feuerwehrhaus. Zum Glück, so könne man laut Plabst heute sagen, verzögerten sich die Planungen etwas, so dass die Schützengesellschaft Jarzt-Appercha auf den Zug aufspringen konnte. Denn auch bei der SG war zu diesem Zeitpunkt klar, dass man auf Dauer die Schützenstände im Gasthaus Grassl nicht auf Dauer halten könne, da sie den Vorschriften in keiner Weise mehr entsprachen.

22. Mai 1995

Dass man also dann am 22. Mai 1995 den Spatenstich für ein gemeinsames Feuerwehr- und Schützenheim setzen konnte, mag auch darin begründet gewesen sein, dass 33 der damals 35 Feuerwehrmänner auch Mitglieder im Schützenverein waren. Und man hat damals angepackt: 16 000 Stunden Eigenleistung wurden eingebracht, so dass am 28. September 1997 das Gebäude eingeweiht werden konnte. Während die Schützen gleich einmal mit dem Eröffnungsschießen und anderen Großveranstaltungen das Haus auf Herz und Nieren prüfen konnten, gab es für die Floriansjünger beim Einzug noch einen Wermutstropfen: Man musste mit dem kleinen Löschanhänger in das Gerätehaus einziehen.

Der ganze Stolz

Doch seit 2003 steht jetzt im Feuerwehrhaus zu Jarzt auch ein eigenes Tragkraftspritzen-Fahrzeug, das – neben dem Gebäude – der ganze Stolz der örtlichen Feuerwehr ist.

Und dieses Auto kam am Sonntag beim Tag der offenen Tür genauso zum Einsatz wie der Schießstand. Denn die Bevölkerung war eingeladen, sich das Gebäude ganz genau anzuschauen, Vorführungen der Feuerwehr mitzuerleben oder auch einmal selbst ein Gewehr in die Hand zu nehmen und abzudrücken.

Seitdem das Heim der Schützen und Feuerwehrler steht, wird die Bewirtung von Rosi und Georg Kwossek übernommen.

Wirtsleute gehen

Jetzt aber, so haben sie beschlossen, ist es nach 20 Jahren genug: Am Tag der offenen Tür wurden sie denn auch würdig und mit Geschenken verabschiedet.

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