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Der Geistliche Josip Cabraja gab dem erweiterten Spielplatz in Lauterbach den kirchlichen Segen.

Fahrenzhausen startet Spielplatzoffensive – Lauterbach macht den Anfang

Ein Spielparadies für den Lauterbacher Nachwuchs

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Es ist nicht nur ein Spielplatz. Genau genommen ist es ein Spielparadies, das die Lauterbacher Dorfgemeinschaft für ihre Kinder geschaffen hat. Beim Dorffest wurde die Erweiterung des Kinderdomizils eingeweiht. Bürgermeister Heinrich Stadlbauer verbindet das Projekt Lauterbach mit dem Wunsch, in vielen Ortsteilen individuelle Attraktionen und damit auch lokale Ausflugsziele zu schaffen.

Lauterbach –Vor zehn Jahren bekamen die Lauterbacher auf der großen Wiese hinter dem Feuerwehrhaus ihren Spielplatz, der aus den Klassikern bestand: Neben einem Fußball-Bolzplatz gab es noch zwei Spielgeräte mit einer Schaukel und einer Rutsche. Der damalige Feuerwehrkommandant Erwin Diemer war treibende Kraft dieses Treffpunkts für Kinder und Jugendliche. Die Erweiterung nahm dann Fahrt auf durch eine Umfrage der Gemeinde Fahrenzhausen in seinen Ortsteilen – es wurde konkret nach Verbesserungswünschen für Kinder gefragt. Das vom Gemeinderat verabschiedete Konzept sah vor, mit kommunaler Unterstützung und Engagement der Dorfgemeinschaften die Lebensqualität zu erhöhen. „Das hier ist ein Prototyp für andere Ortsteile“, sagte Bürgermeister Heinrich Stadlbauer bei der Einweihung und kirchlichen Weihe durch den Geistlichen Josip Cabraja.

Die Spielplatz-Beauftragten (v. l.) Sepp Wagatha, Sepp Krettek und Christian Esterl an der neuen Wasserpumpe.

In Lauterbach bildete sich eine Kommission um den Ortssprecher Sepp Krettek, Christian Esterl und Sepp Wargatha. Die drei schauten sich andere Spielplätze an, sammelten Ideen und erstellten dann ein Konzept für Lauterbach. Die Lauterbacher starteten aber nicht nur ein Wunschkonzert, sondern packten selbst beeindruckend an. Ein Meisterwerk ist die kleine Wasserpumpe am Sandspielplatz. Carolin Patock vom Zweckverband Jugendarbeit erinnert sich gut an die langen Gesichter, als bei einem Bohrversuch für einen kleinen Brunnen kein Wasser gefunden wurde. Ein Bürger der Ortschaft spendete dann für das Wasser am Spielplatz einen Wassertank. Dieser Teil des Kinderparadieses wird so gut angenommen, dass der Tank täglich neu befüllt werden muss. Der Spielplatz hat aber auch eine Seilbahn, bei der die älteren Jugendlichen ihre Action haben. Die Lauterbacher Spielzone hat den Platz, neben einem Indianertipi samt Marterpfahl auch diesen Fahrspaß zu realisieren. „Ich muss alle loben“, sagte Ortssprecher Sepp Krettek“, denn alle haben super mitgeholfen.“ „Hier haben wir das Geld der Gemeinde sehr gut eingesetzt“, sagte Bürgermeister Heinrich Stadlbauer zu den 12 500 Euro aus dem Rathaus. Er blickte schon eine Ortschaft weiter in das zwei Kilometer entfernte Kammerberg. Dort soll noch heuer der gewünschte Soccerplatz realisiert werden. Stadlbauer möchte mit der Spielplatz-Offensive erreichen, dass die Ortsteile individuelle Spielplätze schaffen, mit denen sich die Gemeinschaften identifizieren und die im Verbund ein für Kinder und Familien attraktives Netzwerk ergeben.

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