+
Ein schönes Fleckchen Erde , das nun noch schöner werden soll: der Wenger Weiher.

Vize bringt Pläne fast zu Fall

Neugestaltung des Wenger Weihers: 2. Bürgermeister sorgt für bange Momente

Der Wenger Weiher soll von einem schönen Fleckchen zum Badesee ausgebaut werden. Die Untere Naturschutzbehörde gibt grünes Licht. Da grätscht plötzlich der 2. Bürgermeister dazwischen.

VON NICO BAUER

Kleineisenbach Einig sind sich alle, dass der Wenger Weiher ein traumhaft schönes Fleckchen Erde in der Gemeinde Fahrenzhausen ist. Nur muss an dem Gewässer einiges passieren, um daraus für die Bürger einen schönen Badesee zu machen. Nun hat der Gemeinderat einem sechsköpfigen Arbeitskreis grünes Licht gegeben, damit weiter an einem Konzept gearbeitet werden darf. Scheinbar kamen auch schon Signale von der Unteren Naturschutzbehörde, dass eine zeitnahe Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen möglich ist.

Ein Arbeitskreis hat sich dem Thema angenommen

Der Arbeitskreis hat bereits in der Vergangenheit gearbeitet und wurde nun mit 16:1 Stimmen bestätigt. Mit Robert Kern und dem direkt neben dem Wenger Weiher lebenden Rainer Pflügler sind zwei aktuelle Gemeinderäte in der Gruppe, dazu kommen die ehemaligen Gemeinderäte Markus Kistler und Korbinian Hagn sowie Günther Christanell und Harald Langenegger.

Die Hunde bereiten Sorgen

Robert Kern berichtete dem Gemeinderat, dass es vergangenen Sonntag einen recht spontanen Ortstermin gab, bei dem man einige Ideen formuliert hatte, wie der Wasserfluss im See verbessert und die Umgebung aufgewertet werden könne. Mit vor Ort waren auch Planer und Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde. „Wir sollten jetzt zügig weitermachen“, sagte Kern. Nun gehe es darum, das bestehende Konzept zum konkreten Plan weiter auszuarbeiten. Mit dem Beschluss des Gemeinderats darf dieser derzeit einzige Arbeitskreis der Gemeinde weiterarbeiten. Man wird auch dem Wunsch von Monika Hermann Rechnung tragen, mit einem Protokoll der Sitzungen alle Gemeinderäte auf dem aktuellen Stand zu halten. Bernhard Betz merkte unterdessen an, dass die Gemeinde rund um den Weiher mit neuen Schildern und später auch Kontrollen aktiver werden müsse.

In den vergangenen Wochen waren immer viele Hundebesitzer dort unterwegs, was laut der bestehenden Satzung für einen Badeweiher nicht erlaubt sei. „Wenn da ständig so viele Hunde sind, mag dort doch keiner mehr zum Baden gehen“, sagte der Gemeinderat aus dem nahe gelegenen Weng. Gerade jetzt in den Sommermonaten muss die Gemeinde hier gegensteuern.

2. Bürgermeister sorgt für bange Momente

Und da war da noch der Vorstoß des 2. Bürgermeisters Andreas Karl, mit dem er fast die Aktivitäten rund um den Wenger Weiher gestoppt hätte: Er stellte im Gemeinderat den Antrag, Arbeitskreise bis zu einer grundsätzlichen Entscheidung über das weitere Vorgehen ruhen zu lassen. Dieser wurde nur knapp abgelehnt – mit 7:10 Stimmen. Damit darf der Arbeitskreis Wenger Weiher weiterarbeiten. Kommenden Montag gibt es die erste Besprechung mit Bürgermeister und Fraktionen über die laufenden Projekte außerhalb offizieller Gemeinderatssitzungen, wie es die CSU beantragt hatte. Es soll auch besprochen werden, wie die Gemeinde Fahrenzhausen und damit der Gemeinderat zu Arbeitskreisen stehe. Bis zu dieser Diskussion wollte Andreas Karl die Besetzung der Gruppe Wenger Weiher zurückstellen. Im Beschlussvorschlag wurde festgehalten, dass der bisherige Arbeitskreis bis zu einer Neubesetzung alle Aktivitäten einstellen müsse. Für Robert Kern, der mit Herzblut für die Fortsetzung des Arbeitskreises warb, waren es bange Momente, bis die Mehrheit endlich feststand.

Lesen Sie auch: Volksfest light trifft in Freising auf Widerstände, eine andere Veranstaltung kommt. Fahrer stoppt mitten auf der Autobahn – Polizeikontrolle führt zu verblüffendem Ergebnis. Viel Regen stimmt Landwirte und Förster optimistisch – jetzt darf Sommerwetter kommen.

Nico Bauer

Auch interessant

Kommentare