+
Der Rettenbach soll für den Abenteuerspielplatz zwischen Bachenhausen und Viehbach zweigeteilt werden. 

Abenteuerspielplatz genehmigt

Fahrenzhausen  bringt ein Paradies für Kinder auf den Weg - mit einem kleinen Haken

  • vonNico Bauer
    schließen

Wenn der Spielplatz zwischen Viehbach und Bachenhausen erst einmal fertig ist, wird er Kinderaugen zum Leuchten bringen. Doch einen Nachteil hat das Vorhaben. 

Fahrenzhausen – Mit einem Netzwerk außergewöhnlicher Spielplätze will die Gemeinde Fahrenzhausen Attraktionen gleichmäßig über die 17 Ortsteile verteilen. Nun ist der Bereich zwischen Viehbach und Bachenhausen mit einem Abenteuerspielplatz dran, für den die Gemeinde ihren eigenen Bauantrag genehmigt hat. Nun müssen noch andere Behörden zustimmen. Einen Haken gibt es jedoch.

Die Pläne

Auf der Wiese zwischen den beiden Ortschaften gibt es derzeit einen Bolzplatz, der weiter bestehen soll. Daneben hat der Zweckverband Jugendarbeit einen Abenteuerspielplatz mit verschiedenen Themenbereichen geplant. Vor allem wurde aber der in Umfragen immer wieder gewünschte Wasserspielplatz im ganz großen Stil umgesetzt. Bei dem Spielplatz für kleinere Kinder in Lauterbach kann Wasser schon mit einer Pumpe aus einem Tank gefördert werden und da herrscht bereits Hochbetrieb.

Auf dem Gelände zwischen Viehbach und Bachenhausen folgt nun die ganz große Lösung, denn hier soll der vorbeifließende Rettenbach eine Zweiteilung bekommen: mit einem kleinen Nebenarm durch das Spielgelände und einer Insel mit Schloss, quasi Fahrenzhausens etwas bescheidenere Antwort auf Herrenchiemsee. Das Schloss soll zwei Holztürme erhalten und eine Verbindung per Hängebrücke zum Festland.

Die Realisierung

Robert Kern fragte im Gemeinderat auch gleich nach, wie die Aussichten für die benötigte wasserrechtliche Genehmigung stehen. „Die Umweltbehörden sind ganz begeistert“, erklärte Bürgermeister Heinrich Stadlbauer. Auch wasserrechtlich erwartet er keine Hindernisse für den Bauantrag, den nun noch das Landratsamt prüfen und genehmigen muss. Eva Stocker findet die Pläne schön, fragte aber nach bezüglich des Pflegeaufwands. Außerdem regte sie an, sich bei Wiesen nicht zu verkünsteln. „Das soll kein Matsch werden, wenn dort viele Kinder herumrennen“, sagte sie. Diese Anregung nimmt der Bürgermeister für den Spielplatz, bei dem auch einige Bäume und Hecken neu gepflanzt werden sollen, mit. „Je schöner ein Spielplatz werden soll, desto größer wird auch der Pflegeaufwand“, sagte der Rathauschef aber.

Der Haken

Das Thema Sicherheit ist die noch offene Frage. Rund um die Planung wurde im Gremium Kritik laut, dass die Kinder entlang einer Straße laufen müssen, bei der es keinen Gehweg gibt und auf dem guten Kilometer zwischen den Orten theoretisch Tempo 100 möglich ist. Heinrich Stadlbauer erklärte, dass er sich in Grundstücksverhandlungen für einen Geh- und Radweg zwischen Viehbach und Bachenhausen befinde, „aber diese Gespräche ziehen sich ziemlich“. Derzeit sei es ihm zufolge wahrscheinlich, dass es den Geh- und Radweg bei der Einweihung des Spielplatzes noch nicht geben werde.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare