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Viele Gemeinderatsanwärter, kein Bürgermeisterkandidat: So tritt die CSU Fahrenzhausen zur Kommunalwahl an. 

Kommuanlwahl 2020

Fahrenzhausen: CSU-Bürgermeisterkandidat gesucht, aber nicht gefunden

Einen Bürgermeisterkandidaten aus der CSU-Riege wird’s in Fahrenzhausen wohl nicht geben. „Es ist nicht so einfach, einen geeigneten Kandidaten zu finden“, sagte der Ortsvorsitzende Michael Müller bei der Aufstellungsversammlung.

Fahrenzhausen  Viele schrecke die Ungewissheit ab an dieser Aufgabe, sagte Miachel Müller: „Man muss seinen Job aufgeben und sich nach sechs Jahren vielleicht wieder eine neue Arbeit suchen. So etwas will gut überlegt sein.“

Dafür konnte die CSU gleich mit 20 Gemeinderatsanwärtern glänzen. „Ein sehr guter Mix aus Jung und Erfahren, den wir da ins Rennen schicken“, sagte Michael Müller. Die Kandidaten für die CSU ziehen an einem Strang – und es herrscht Einigkeit, was die kommende Legislaturperiode betrifft: „Anpacken!“

Motivierte Gemeinderatskandidaten

„Nicht immer nur schimpfen, sondern machen!“, brachte es Franz Bauer (42) aus Bergfeld auf den Punkt. Christian Nitsche (40) und Josef Heckmair (53) vertreten dieselbe Meinung. Viele bekannte Gesichter konnte man an diesem Abend ausmachen. So können einige Bewerber mit reichlich Erfahrung in punkto Gemeinderatsarbeit aufwarten. „Es ist eine Art kommunalpolitischer Virus“, wie Astrid Wildgruber-Bolesczuk (44), dieses Phänomen beschreibt. Die 44-jährige Wengerin ist bereits seit 15 Jahren im Gemeinderat. „Man kann einfach nicht aufhören“, sagte auch Monika Hermann, die sich als Vertreterin der Frauen Union Bayern besonders über den hohen Frauenanteil freute. Hermann will Projekte, die bislang in der Gemeinde vernachlässigt wurden, vorantreiben.

Christian Hermann (43) und Josef Widhopf (32), beide bereits im Gemeinderat, möchten begonnene Projekte weiter vorantreiben. Für Ortsverbandsleiter Michael Müller (49) steht die Ausführung des Wahlprogramms ganz oben auf der Agenda und: „Es sollen keine neuen Schulden mehr gemacht werden.“ Alexander Reich (54) will als Gemeinderat den Ortskern attraktiver und lebendiger gestalten, hat ein „richtig schönes Zentrum“, vor Augen. Ein weiterer Punkt auf seiner Agenda: Bezahlbare Wohnbebauung. Gabriele Sigl (59) – die Landwirtin aus Kleinnöbach weiß, wie wichtig die regionale Vermarktung von Lebensmitteln ist und will sich genau dafür in der Gemeinde stark machen. Jakob Reich (29), jüngster Anwärter für den Gemeinderat, hat sich die Jugendarbeit auf die Fahne geschrieben, ebenso Ramona Isemann (30) – sie möchte sich verstärkt für Jugend, Kinder und Vereine einsetzen. Marco Berngehrer (39), Diplominformatiker aus Bachenhausen möchte seine beruflichen Erfahrungen in die Gemeinde mit einbringen“. Große Motivation im Bereich Vereinsaktivität hat Markus Sigl (30) vorzuweisen. Er weiß aus Erfahrung wie wichtig Vereine für eine Gemeinde sind und findet eine Förderung der Vereinsaktivität sehr wichtig. Renate Schreiber (47) plädiert für Bürgernähe. Zudem sollen alle Ortsteile im Gemeinderat vertreten sein. Sandra Diemer ist 32, gebürtige Berlinerin und will etwas bewegen. Für mehr Transparenz und Bürgernähe setzen sich Christian Beier (32), Astrid Isemann (60) und Christian Pallauf (49) ein. Petra Winklhofer (49) ist eine gute Vertrauensbasis zu den Bürgern wichtig.

CSU-Landratskandidat Mück: Gemeinsam anpacken!

Landratskandidat Manuel Mück (32), der den Posten des Wahlleiters innehatte, beglückwünschte die Kandidaten. Als Landkreiskind seien ihm die Zukunftsthemen nicht unbekannt. Sein Credo: „Man kann nur etwas voranbringen, wenn man gemeinsam mit anpackt.“ Nicht anwesend war Christian Beier. Als Ersatzkandidat wurden Rudi Jengkofer und Ursula Schwarz ernannt.

Rosi Strasser

Lesen Sie auch: Ein Überblick über die Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Freising. 

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