Andreas Karl organisiert das Festjahr federführend. Er hofft, dass nicht alles ausfallen muss.

Interview mit Vize-Bürgermeister und Organisator Andreas Karl

Was in Fahrenzhausen vom Festjahr bleibt

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Die Bierprobe wurde bereits gestrichen. Und es drohen noch weitere Absagen der Jubiläumsfeierlichkeiten in Fahrenzhausen. Doch 2. Bürgermeister Andreas Karl denkt nicht nur negativ.

Fahrenzhausen – Vor 1000 Jahren wurde Fahrenzhausen erstmals urkundlich erwähnt – und dieses Jubiläum soll heuer mit vielen Aktionen gefeiert werden. Die Bierprobe des Jubiläumsbiers musste bereits abgesagt werden. Aber Fahrenzhausen hofft trotz der Coronapandemie weiter auf ein würdiges Festjahr. Der zweite Bürgermeister Andreas Karl, der die Feierlichkeiten federführend organisiert, rechnet damit, dass die wichtigsten Projekte realisiert werden und hofft auch auf Veranstaltungen im zweiten Halbjahr.

Herr Karl, wie geschockt sind Sie aktuell, dass Corona Ihre Planungen des Jubiläumsjahres über den Haufen wirft?

Natürlich bin ich geschockt und bedauere es, dass viele Veranstaltungen nicht mehr nachgeholt werden können. So sollte es Mitte März einen Bieranstich für unser Jubiläumsbier geben. Das kann man nicht im Herbst nachholen.

Hat sich das Bier jetzt erledigt oder gibt es 2021 das 1001-Jahre-Bier?

Das Bier gibt es schon, wird aber eben in einem beschränkten Rahmen getrunken. Wir haben 250 Liter produziert und lagern das jetzt erst einmal, weil kein Verkauf möglich ist. Leider haben es noch nicht allzu viele probieren können.

Befürchten Sie, dass mit einer längeren Corona-Pandemie das ganze Jubiläumsjahr ins Wasser fällt?

Natürlich kann ein Teil der Veranstaltungen nicht stattfinden. Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen in ein paar Wochen wieder gelockert werden, wird es bei Festen und Veranstaltungen wohl noch einige Zeit dauern, bis sich alles wieder normalisiert.

Ist die für Herbst angekündigte Chronik im Plan?

Die wird es geben und auch unser Jubiläumsbrot wird aktuell schon seit wenigen Tagen verkauft – in der Bäckerei Hermann. Letztes Jahr haben wir schon Getreide von Fahrenzhausener Bio-Bauern mahlen lassen und backen nach einem alten Rezept. Dieses Brot wird das ganze Jahr über angeboten.

Was ist Ihr Wunsch, was bei einem schlimmen Verlauf dieses Jahr unbedingt funktionieren soll?

Vor allem wünsche ich mir, dass wir die Vorstellung der Chronik im Herbst so realisieren können. Ich glaube, dass wir dann auch wieder Möglichkeiten haben, eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger, die mehr über die Geschichte erfahren wollen, anzubieten.

Gibt es schon einen Notplan mit Videos statt Veranstaltungen?

Da haben wir bislang noch nichts geplant und unternommen.

Interview: Nico Bauer

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