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Erster Preis: Dieser Entwurf sieht zwei Baukörper vor. Das alte Rathaus soll stehen bleiben, dazwischen ist ein Platz für Veranstaltungen geplant.

Auswahlprozess dauert an

Drei Varianten des künftigen Fahrenzhausener Rathauses: Das sind die Siegerentwürfe

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Wie soll das neue Fahrenzhausener Rathaus aussehen? In der jüngsten Sitzung wurden die drei Siegerentwürfe des Architektenwettbewerbs vorgestellt. Dem Gemeinderat steht nun harte Arbeit bevor.

Fahrenzhausen – Nach dem Bürgerentscheid und der Kommunalwahl beginnt in Fahrenzhausen nun die harte Arbeit, mit der die Gemeinde zu ihrem neuen Rathaus kommen soll. In der April-Sitzung wurden die Entwürfe für die ersten drei Preise vorgestellt. Dieser wichtige Punkt in der letzten Versammlung dieser Legislaturperiode war der Grund für eine Mammutsitzung. Neben den aktuellen Gemeinderäten wurden auch die neuen Mitglieder des Gremiums eingeladen, damit künftig alle auf dem gleichen Wissensstand sind. Die Bald-Gemeinderäte bildeten quasi die erste Reihe des Zuschauerbereichs.

Die den Wettbewerb begleitenden Planer Peter Kellerer und Christoph Ilik stellten den alten und neuen Räten die Entwürfe der drei Preisgewinner des Architektenwettbewerbs vor. 16 verschiedene Entwürfe sind eingereicht worden, aber nur mit den drei Preisträgern darf der Gemeinderat über die finale Auftragsvergabe weiter verhandeln. Kellerer machte deutlich, dass dabei der Gewinner des Wettbewerbs einen kleinen Vorsprung habe.

Erster Preis

Dieser Entwurf sieht das Rathaus als zwei Baukörper vor. Der eine soll kleiner gestaltet werden und die Situierung der Bundesstraße B 13 aufnehmen. Dieses Gebäude soll eingeschoßig den Sitzungssaal und das Trauzimmer beinhalten – mit der Option, zu einem Bürgersaal zusammengeschlossen werden zu können. Die Verwaltung kommt dann in den größeren Baukörper dahinter, der zwei Vollgeschoße haben soll. Das Büro lässt das alte Rathaus stehen und gestaltet dazwischen einen Platz, auf dem gemeindliche Veranstaltungen abgehalten werden können. Dieser grenzt sich ab von dem bestehenden Parkplatz, der wie heute schon ein paar Meter tiefer liegt. Kellerer möchte in den Verhandlungen den Architekten die Frage stellen, warum das alte Rathaus unverändert stehen bleiben und was dort passieren soll.

Zweiter Preis

Dieser Plan sieht das neue Rathaus in einer dreieckigen Form mit einem deutlich dominanteren Erscheinungsbild in der Ortsmitte vor. Ein großer Unterschied zum ersten Preis ist der ersatzlose Abriss des alten Rathauses, um den Platz zwischen Rathaus, Pfarrheim, Sporthalle und Schule zu vergrößern. In der Planung ist an der Stelle des Noch-Rathauses ein kleiner Hain eingezeichnet, wobei unter den Bäumen teilweise Parkplätze realisiert werden sollen. Der durch diese Planung vergrößerte Platz soll auf dem Höhenniveau der Schulstraße realisiert werden. Das hat zur Folge, dass zum höher situierten Pfarrheim ein steiler Anstieg notwendig wird. Architekt Peter Kellerer sieht hier den Schwachpunkt, dass das Pfarrheim in der Planung der Ortsmitte etwas abgehängt wird.

Zweiter Preis: Das neue Rathaus soll nach diesem Entwurf eine dreieckige Form haben. Um den Platz davor zu vergrößern, soll das alte Rathaus ersatzlos abgerissen werden.

Dritter Preis

Auch diese Planer haben eine klare Aussage zum alten Rathaus getroffen, denn sie wollen den Bau abreißen und durch ein Gebäude mit ähnlicher Größe ersetzen. Dieses neue Haus wird aber mit dem Giebel hin zur Bundesstraße gedreht und könnte laut den Planern eine Gaststätte in das Zentrum bringen. Das Rathaus ist als Baukörper in einer V-Form angesetzt – mit einem Platz, der wie beim zweiten Preis auf Höhe der Schulstraße liegt. Auch hier wird eine Rampe in Richtung des Pfarrheim-Eingangs benötigt. Wie beim zweiten Preis wäre das Pfarrheim so gefühlt etwas abseits von der restlichen Ortsmitte.

Dritter Preis: Das alte Rathaus soll abgerissen und durch ein Gebäude ersetzt werden, das ein Gasthaus beherbergen könnte. Das neue Rathaus ist V-förmig geplant

Bedenkzeit

Bürgermeister Heinrich Stadlbauer sagte, dass die Gemeinderäte bis zur nächsten Besprechung diese Basisinformationen auf sich wirken lassen sollen. Dann gelte es, erste Entscheidungen über die verschiedenen Punkte der Leistungsverhandlungen zu fällen.

Zeitplan

Nach dem Architektenwettbewerb und dem Bürgerentscheid mit der Bestätigung des Kirchengrundstücks als Bauort steht dem Gemeinderat Fahrenzhausen nun harte Arbeit bevor, um das Rathaus auf den Weg zu bringen. Der die Planung begleitende Architekt Peter Kellerer legte dem Gremium eine neue Zeitschiene vor, die einen Bezug des neuen Rathauses im Jahr 2024 realistisch sieht. Nach der Vorstellung der drei Preisgewinner soll es nun am 25. Mai weitergehen: in der zweiten Sitzung der neuen Legislaturperiode. Dann sollen Fragenkataloge formuliert werden, was in den Verhandlungen von den drei Preisträgern abgefragt oder gefordert werden soll. Nach diversen Verhandlungsschritten könnte dann der Gemeinderat im November die endgültige Auftragsvergabe beschließen.

Das weitere Zeitschema sieht die diversen Planungsleistungen und die Baugenehmigung für 2021 vor. Die Ausschreibung soll im Herbst kommenden Jahres beginnen und mit den Vergaben bis zur Jahresmitte 2022 abgeschlossen sein. Die eineinhalbjährige Bauzeit ist angesetzt von Mitte 2022 bis Ende 2023. Wenn das alles so passiert, dann könnte die Gemeindeverwaltung ab Januar 2024 in das neue Rathaus einziehen.

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