Ortstermin am Jarzter Bach: Der Infrastrukturausschuss besichtigte einen der Durchlässe des Bachs, für deren Pflege der Bauhof zuständig ist.
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Ortstermin am Jarzter Bach: Der Infrastrukturausschuss besichtigte einen der Durchlässe des Bachs, für deren Pflege der Bauhof zuständig ist.

Bei Ortstermin Problem inspiziert

Verstopfter Bach-Durchlauf: Zuständigkeit muss in Fahrenzhausen noch geklärt werden

Was passiert und wer ist zuständig, wenn die Drainage von einer landwirtschaftlichen Fläche nicht mehr funktioniert? Diese Fragen tauchten kürzlich in Fahrenzhausen auf und müssen nun beantwortet werden.

Fahrenzhausen - Ein Landwirt aus Jarzt sprach das Problem an und zeigte dem Infrastrukturausschuss des Gemeinderats ein Paradebeispiel für eine solche Situation, die viele Landwirte im ganzen Gemeindegebiet betrifft. Der Landwirt zeigte Pfützen auf einem Feldweg, weil das Wasser vom Acker bei größeren Niederschlägen nicht mehr richtig abläuft. Unter dem Weg liegen Drainagen, die das Wasser bei solchen Wetterereignissen in den Jarzter Bach ableiten sollen. Zur Stauung kommt es, weil die Drainagen offenbar teilweise oder ganz verstopft sind. Bürgermeister Heinrich Stadlbauer sagte, dass dieses Thema so noch nicht aufgekommen ist. Nun gilt es die Zuständigkeiten zu klären. Die Frage ist, ob der Landwirt für die Abflüsse der Felder zuständig ist – oder doch die Gemeinde.

Klar ist im Fall der besichtigten Stelle von Jarzt, dass die Gemeinde den Unterhalt des Jarzter Baches übernimmt. Über gemeindliches Bauhofpersonal oder teilweise Firmen werden die Bachläufe gemäht und dortige Durchflüsse freigehalten, damit auch beim Starkregen kein Rückstau entstehen kann. Die Angelegenheit mit Tausenden Drainagen an den Feldern im gesamten Gemeindegebiet ist dagegen keine ganz einfache Thematik. In der Gemeinde gibt es keine genauen Pläne über die tatsächliche Situation rund um die Grundstücke. Die Drainagen wurden vor mehreren Jahrzehnten erstellt, und dabei gibt es auch reichlich Fälle, wo Landwirte selbst Durchflüsse für die Entwässerung der eigenen Flächen gebaut haben. Diese sind nirgendwo dokumentiert. Im Jarzter Fall war es auch so, dass nur der Landwirt selbst die genaue Lage der drei kleinen Rohre unter dem Feldweg kannte.

Der Bürgermeister nahm die Hausaufgabe mit, dass die Gemeinde eine Lösung finden muss. Er machte aber auch deutlich, dass die schnelle Entscheidung nicht zu erwarten sein kann. Für die Gemeinde wäre es ein immenser Aufwand, in den kommenden Jahren Drainagen zu kartieren und diese dann zu unterhalten. Man kann davon ausgehen, dass die meisten Landwirte bei Wasserrückstau auf dem eigenen Feld die Ärmel hochkrempeln und die Beseitigung des Hindernisses selbst in die Hand nehmen.

Nico Bauer

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