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Grüner wird’s nicht: Die Baustelle der B 13-Sanierung bietet mal wieder Raum für Diskussionen im Gemeinderat. Dieses Mal ging es um die nicht vorhandene Bepflanzung entlang der Bundesstraße. 

Fahrenzhausen und die B-13-Sanierung

Gemeinderat entsetzt: Fahrenzhausen wird „greisliger, als es eh schon ist“

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Die B13-Baustelle hat den Gemeinderat Fahrenzhausen wieder beschäftigt: Dieses Mal ging es um die Optik. Das, was da kommen soll, macht den Ort „greisliger, als er eh schon ist“.

Fahrenzhausen – Die Baustelle der B 13-Sanierung ist in Fahrenzhausen voll im Gange, und manche Gemeinderäte blicken schon jetzt mit Sorge auf das, was da nach der großen Straßenerneuerung zu sehen sein wird. Nach der langen Debatte schickte der Gemeinderat Bürgermeister Heinrich Stadlbauer zum Staatlichen Bauamt mit klaren Verbesserungswünschen. Der Rathauschef stellte in der Sitzung die aktuelle Planung vor und holte sich die Zustimmung des Gremiums zu diversen Maßnahmen wie etwa einer überschaubaren Verschwenkung an der Ampel vor dem Rathaus. Der Gemeinderat erklärte auch die Bereitschaft, für eine Grünfläche vor den Unterbrucker Geschäften den Unterhalt zu übernehmen.

Robert Kern ist entsetzt

Überrascht wurde der Bürgermeister dann von den klaren Worten Robert Kerns (FWG), der von dem aktuellen Planungsstand erschreckt war: Zwar sind vereinzelt Bäume – etwa zwischen dem Kreisverkehr und dem Rathaus – vorgesehen. Kern kritisierte, dass die Ortsdurchfahrt teilweise eine sieben Meter breite Straße sei mit jeweils drei Meter breiten Geh- und Radwegen und ohne jegliches Grün: „Wir haben dann eine 13 Meter breite, betonierte Fläche und machen damit unseren Ort noch greisliger, als er eh schon ist.“ Robert Kern war schlicht und einfach entsetzt von den Plänen des Staatlichen Bauamts, „die einfach nur eine maximal schnell funktionierende Ortsdurchfahrt wollen. Der Gemeinderat erinnerte daran, dass „wir ein ganz gutes Konzept hatten“. Dieses hatte ein Arbeitskreis aus dem Gemeinderat erarbeitet, doch letztlich ist wenig bis gar nichts übriggeblieben. Die für den Straßenbau zuständige Behörde hat Bäume wegen den Sichtachsen gestrichen und verfolgte das Ziel, auf beiden Seiten der Straße für die maximale Sicherheit mit drei Meter breiten Geh- und Radwegen zu erreichen.

Bürgermeister soll Rettungsversuch starten

In der Diskussion gab der Gemeinderat dem Bürgermeister nun den Auftrag, mit dem Staatlichen Bauamt über neuerliche Planänderungen zu sprechen. Die B13 soll durch weitere Bäume und Sträucher begrünt werden. In Teilbereichen möchte der Gemeinderat den Geh- und Radweg auf zwei bis 2,20 Meter verkleinern, um an der Straße Grünstreifen realisieren zu können. Sandra Angermaier (SPD) verwies darauf, dass ein von einem auf zwei Meter verbreiterter Geh- und Radweg für die Bürger auch schon eine Verbesserung darstellen.
Der Gemeinderat hofft nun auf neue Grünflächen, die das Ortsbild an der großen Straße einigermaßen retten sollen. Robert Kern warnte vor der Endgültigkeit der aktuellen Baustelle: „Was jetzt nicht gemacht wird, passiert auch in den nächsten 30 Jahren nicht mehr.“ 

Stadlbauer hatte erst kürzlich eine Absage von den Gemeinderäten bezüglich der B 13 kassiert

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