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Sein Lieblingsplatz daheim am Klavier: Musik war für Heinrich Stadlbauer schon immer sehr wichtig. „Hier kann ich in kurzer Zeit neue Kraft schöpfen“, sagt der amtierende Bürgermeister, der ohne Gegenkandidat wieder antritt. 

Kommunalwahl 2020

Fahrenzhausens Bürgermeister Heinrich Stadlbauer: „Nun ist es an der Zeit zu gestalten“

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Heinrich Stadlbauer ist einer von wenigen Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Freising, die am Wahltag nicht zittern müssen: Der FBL-Rathauschef ist der einzige Kandidat in Fahrenzhausen. Im FT-Interview spricht Stadlbauer darüber, warum er sich das Ganze nochmal antun will.

Fahrenzhausen im Jahr 2026: Wo genau ist Ihre Handschrift als Bürgermeister deutlich zu erkennen?

Nachdem die Jahre 2014 bis 2020 von „vorbereitenden Arbeiten“ und „ungeplanten Projekten“ (B 13-Sanierung) geprägt waren, konnten wir endlich in die Realisierungsphase unserer Visionen einsteigen. Das Rathaus ist bezogen, die neue Mehrzweckhalle ist fast fertig, das Kinderhaus St. Christophorus ist seit einigen Jahren in Betrieb. Für das Senioren-Wohnprojekt und ein weiteres Kinderhaus ist der Grundstein gelegt. Das neue Gemeindezentrum wird von den BürgerInnen als echte Mitte wahrgenommen und genutzt. Fahrenzhausen ist auf einem guten Weg in die Zukunft, modern, sozial, wirtschaftlich stabil . . . und das in gutem Miteinander: eine positive Zusammenarbeit im Gemeinderat, eine schlagkräftige Verwaltungsmannschaft und aktive BürgerInnen in Initiativen und Arbeitskreisen. Gemeinsam haben wir den „Zug fahrtüchtig gemacht und auf die Schienen gesetzt… Jetzt läuft er!“

Der Ärger um den Rathausneubau, der Stress mit der B 13-Sanierung: Was ist Ihre Motivation, erneut anzutreten?

Die B 13 (in der Baulast des Bundes) musste nach 45 Jahren wieder den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Das war für Anwohner, Geschäfte und auch die Gemeinde nicht einfach, aber jetzt haben wir’s geschafft. Wir haben wieder eine schöne Ortsdurchfahrt, die vielen Vorbereitungen und Unannehmlichkeiten haben sich gelohnt. Auch viele andere Dinge, die erledigt werden mussten, sind erledigt. Nun ist es an der Zeit zu gestalten und Zukunftspläne für die Gemeinde umzusetzen. Gerne möchte ich die bereits begonnenen Projekte weiter vorwärtsbringen und abschließen, sowie mit den BürgerInnen zukunftsfähige Konzepte für unsere lebenswerten Orte erarbeiten und sie weiterentwickeln. Unsere schöne Heimat positiv gestalten zu können, ist meine Motivation.

Was ist Ihr absoluter Lieblingsplatz in Fahrenzhausen?

Daheim am Klavier: Musik war für mich schon immer sehr wichtig, da kann ich in kurzer Zeit neue Kraft schöpfen. Draußen genieße ich sehr gerne die Amperauen vom Unterbrucker Weiher flussaufwärts, da gibt es Natur pur.

Und der Schandfleck Ihrer Gemeinde?

Die paar Schandflecken, die mir einfallen, befinden sich leider in privatem Besitz, da hat die Gemeinde nur sehr wenig Einfluss.

Fahrenzhausen braucht unbedingt . . .?

. . . bessere Wohnsituationen für ältere und finanziell schlechter gestellte Mitbürger, sowie mehr und bessere Anbindung an den ÖPNV, damit der Pkw-Verkehr verringert und auch Jugendliche und Senioren selbstständig mobil sein können.

Angenommen, Kinder dürften wählen: Warum würden Sie die Stimme eines Zehnjährigen bekommen?

Weil seine Mama gemeinsam mit mir schon vor Jahren das JUZ gebaut hat und ich dafür sorge, dass es nun gemeinsam mit der Jugendkooperation und unseren Jugendbeauftragten einen tollen Spielplatz mitgestalten kann. Weil das Kind weiß, dass ich mich dafür stark mache, dass es in unserem Hort und in der Mittagsbetreuung gut aufgehoben ist, wenn seine Eltern arbeiten müssen. Weil wir heute schon seine Zukunft als erwachsener Bürger in seiner Gemeinde gestalten.

Wer ist Ihr politisches Vorbild und warum?

Alois Glück, weil er seinen gesunden Menschenverstand und seine Überzeugungen über die Parteiräson stellt und bis heute Menschen verbinden kann.

Ihre größte Stärke, die Sie sich in Ihrer Zeit als Bürgermeister angeeignet haben, ist?

. . . die nötige Gelassenheit, um Schritt für Schritt die anstehenden Aufgaben anzupacken und bei allem Stress und Ärger, die unvorhergesehene Dinge verursachen, die wichtigen Ziele für die Gemeinde nicht aus den Augen zu verlieren.

Was würden Sie in Ihrer bisherigen Amtszeit am liebsten ungeschehen machen?

Auf den Bürgerentscheid „Rathausstandort“ zum jetzigen Zeitpunkt, eineinhalb Jahre nach der Gemeinderatsentscheidung und dem abgeschlossenen Architektenwettbewerb hätte ich gut verzichten können.

Und worauf sind Sie ganz besonders stolz?

Ich bin froh, dass wir es nach anfänglichen Schwierigkeiten gemeinsam über lange Zeit hinweg geschafft haben, im Gemeinderat produktiv und kollegial miteinander zum Wohle der Gemeinde zu arbeiten. Hoffentlich geht es, wenn die „Wellen des Wahlkampfs“ vorübergezogen sind, in diesem Sinne auch wieder weiter.

Hier finden Sie eine Überblick aller Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Freising

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