Das Ziel einer Cyberattacke waren die Verwaltungen von zwei Ampertal-Gemeinden Anfang März. SymbOLBILD: BERG/DPA
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Das Ziel einer Cyberattacke waren die Verwaltungen von zwei Ampertal-Gemeinden Anfang März. SymbOLBILD: BERG/DPA

Bayerisches Landesamt für Sicherheit wurde informiert

Dreiste Hackerangriffe aus China: Gemeinden aus Freising werden zum Opfer Krimineller

Zwei Gemeinden aus dem Landkreis Freising sind Opfer von Hackerangriffen aus China geworden - und warnen: Möglicherweise hat es auch andere Kommunen getroffen.

Fahrenzhausen – Die Gemeinde Fahrenzhausen hatte virtuellen Besuch aus China – und es waren Gäste, die man nicht eingeladen hatte. Über eine Sicherheitslücke von Microsoft Exchange griffen chinesische Hacker die Gemeindeverwaltung an, erbeuteten aber keine sensiblen Daten. In der Nachbarkommune Kranzberg gab es ebenfalls einen solchen Vorfall.

Am 3. März gab es einen Hacker-Angriff auf einige Gemeinden, unter anderem auf Fahrenzhausen. Das gab die Gemeindeverwaltung in der jüngsten Ratssitzung bekannt. Wenig später wurde die Gemeinde durch das Bayerische Landesamt für Sicherheit informiert, dass es mehrere Schwachstellen in der E-Mail-Software Microsoft Exchange gebe. Zusammen mit dem Systembetreuer Paladin GmbH wurden dann sofort mehrere Maßnahmen in Form von Updates, Sicherungskopien und der Änderung aller administrativen Passwörter ergriffen. Eine komplette Neuinstallation des Microsoft-Exchange-Servers wird gerade geplant.

Hacker haben offenbar drei Angriffe gestartet

Bei der Nachverfolgung der Cyberattacke führte die Spur nach China. Im Zuge der Prüfung stellte die Gemeinde fest, dass glücklicherweise nichts passiert sei. Die Hacker hätten offenbar drei Angriffe gestartet, dabei aber mit hoher Wahrscheinlichkeit keine sensiblen Daten erbeuten können.

Vorsorglich wurde der Vorfall auch an den Landesbeauftragten für Datenschutz gemeldet. Das Landesamt für Sicherheit hatte der Kommune auch sofort Hilfe angeboten. Die Behörde wird die Daten der Angriffe nun intensiv analysieren, damit die Verwaltung die finale Gewissheit haben kann, dass Daten nicht in fremde Hände gelangt sind.

Sicherheitsmaßnahmen wurden sofort gestartet

Die Bekanntgabe des Angriffs zeigte auch, dass die Nachbargemeinde Kranzberg ebenfalls betroffen war. Dort hielten die Sicherheitsstrukturen dem Angriff offenbar auch Stand, die Daten blieben geschützt. Hier startete der IT-Partner Paladin ebenfalls sofort Sicherheitsmaßnahmen. Es könnte durchaus sein, dass die Hacker am 3. März noch weitere Kommunen in der Region angegriffen haben.

Nico Bauer

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