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Haushalt Fahrenzhausen: Die Null steht

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Fahrenzhausen - Fast 23 Millionen Euro umfasst der Gesamthaushalt der Gemeinde Fahrenzhausen im Jahr 2016. Das klingt nach sehr sehr viel. Doch die Zahlen muss man etwas relativieren, wie auch Kämmerer Jörg Huber am Montag bei der Haushaltssitzung des Gemeinderats betonte.

Der Verwaltunghaushalt mit seinen neun Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ist zwar tatsächlich so hoch, doch beim Vermögenshaushalt mit seinen fast 14 Millionen Euro müsse man bei den Einnahmen die Entnahme der gesamten Rücklagen in Höhe von 10,8 Millionen und die Rückführung der restlichen Rücklagen am Jahresende in Höhe von 7,4 Millionen Euro eigentlich abziehen. Fazit: Netto und eigentlich werden heuer 6,46 Millionen Euro investiert.

In einer knappen halben Stunde war Huber mit der Vorstellung des Haushalts durch und war das Zahlenwerk auch beschlossen. Wortmeldungen gab es keine. Warum, das deutete Bürgermeister Heinrich Stadlbauer an: Im Finanzausschuss habe man „ja reichlich diskutiert“ – wie immer nichtöffentlich. Aus den Debatten in diesen Sitzungen hätte man wohl herleiten können, wieso der Haushalt mit 9:4-Stimmen abgesegnet wurde. Drei CSU-Gemeinderäte und Robert Langenecker (SPD) votierten gegen den Etat 2016. Warum, das wird für die Öffentlichkeit ein Geheimnis bleiben.

Huber hatte den Haushalt so charakterisiert: Aufgrund der „außergewöhnlichen“ Rücklage (zum Jahresanfang hat man 10,8 Millionen Euro auf der hohen Kante) sei die Finanzlage „sehr stabil“. Die Rücklage ermöglicht es der Gemeinde auch im Jahr 2016, ohne Kreditaufnahme auszukommen. Und damit bleibt es auch heuer bei einem Schuldenstand von null Euro. Allerdings entnimmt man der Rücklage 3,4 Millionen Euro, um die Ausgaben für das Jahr 2016 stemmen zu können.

Die größten Summen im Verwaltungshaushalt sind bei den Einnahmen die Steuern: Bei der Gewerbesteuer hat man 2,6 Millionen Euro angesetzt und damit „sehr vorsichtig“ kalkuliert, so Huber. Der Anteil an der Einkommensteuer wurde auf 3,45 Millionen Euro kalkuliert.

Die größten Posten bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind Personalkosten und Kreisumlage. Die Kreisumlage falle heuer mit 2,536 Millionen Euro relativ niedrig aus, erläuterte Huber (2015 waren es 2,765 Millionen), weil die Gemeinde 2014 eine geringe Steuerkraft hatte. 2017, so Huber, werde das anders sein: Da erwarte Fahrenzhausen eine hohe Kreisumlage, weil das Jahr 2015 als Grundlage für die Berechnung der Kreisumlage ein gutes Jahr war. Um satte elf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 2,867 Millionen Euro gestiegen sind die Personalausgaben. Ein Grund, so der Kämmerer: Tariferhöhungen.

In diesem Zusammenhang ergänzte Bürgermeister Heinrich Stadlbauer, dass man vielleicht noch einiges an Spielraum im Haushalt habe: Denn wenn man nicht schnell einen Bauamtsleiter finde, bleibe diese Stelle unbesetzt und müssten manche Investitionsmaßnahmen geschoben werden.

Die größten und wichtigsten Posten auf der Liste der Investitionen sind fast eine Million Euro für Um- und Anbau des Alten Wirts in Fahrenzhausen, 800 000 Euro für die Erschließung des Baugebiets am Leger und 633 500 Euro als Investitionszuschuss für die Breitbandversorgung.

Rubriklistenbild: © dpa

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