Mit Maske und Abstand fand die Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Jarzt-Appercha in der Fahrenzhausener Schulaula statt.
+
Mit Maske und Abstand fand die Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Jarzt-Appercha in der Fahrenzhausener Schulaula statt.

Kommandaten im Amt bestätigt

Andere Wehren können sich „eine Scheibe abschneiden“: FFW Jarzt-Appercha ist zwar klein, aber gut aufgestellt

Klein, aber oho: Die Feuerwehr Jarzt-Appercha ist zwar klein, aber sehr stark aufgestellt. Das bewies die jüngste Dienstversammlung.

Jarzt/Appercha – Damit die Freiwillige Feuerwehr Jarzt-Appercha nicht führungslos wird, hatte die Gemeinde Fahrenzhausen die Aktiven Feuerwehrfrauen und -männer kürzlich in die Schulaula zur Dienstversammlung eingeladen. Dort begrüßte der noch amtierende Erste Kommandant Boris Koch den Vize-Bürgermeister Andreas Karl, den feuerwehrzuständigen Mitarbeiter der Gemeinde, Christian Trinkgeld, Kreisbrandrat Manfred Danner, Kreisbrandmeister Michael Hinterholzer, Kreisbrandinspektor Helmut Schmid, den Ersten Kommandanten von Weng, Bernhard Eicher, sowie die 25 Feuerwehrfrauen und -männer. Aus gegebenem Anlass konnte keine Jahreshauptversammlung stattfinden, wo die Wahlen sonst durchgeführt werden.

Von Kellerbrand bis Verkehrsunfall

Erster Kommandant Boris Koch berichtete, dass die Feuerwehr Jarzt-Appercha im vergangenen Jahr zwölf Einsätze zu bewältigen hatte. Insgesamt leisteten die 30 Aktiven 1080 Stunden. Die durchschnittliche Alarmstärke lag 2020 bei elf Kräften pro Einsatz, die innerhalb von vier Minuten ausrückten.

Und die Bandbreite der Einsätze war umfangreich: Die Feuerwehrler rückten zum Beispiel zu einem Kellerbrand, einem Brand einer freien Fläche, wegen einer Rauchentwicklung im Wald oder eines umgestürzten Baums auf der Fahrbahn aus. Zudem wurden sie gerufen, um Gebäude nach einem Unwetter zu sichern, um Kleintiere am Rotteger Weiher zu retten oder bei einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person zu helfen.

Gruppenfoto: (v. l.) Fahrenzhausens Vize-Bürgermeister Andreas Karl, Kreisbrandinspektor Helmut Schmid, Erster Kommandant Boris Koch, Kreisbrandrat Manfred Danner, Kreisbrandmeister Michael Hinterholzer und Zweiter Kommandant Günther Schuhmann.

Freilich hat auch die Corona-Pandemie die Arbeit der Feuerwehr beeinträchtigt: Im vergangenen Jahr wurden daher nur sieben Übungen abgehalten, eine davon fand gemeinsam mit den Mitgliedern der FFW Fahrenzhausen statt. Dabei wurde der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Appercha simuliert, wofür eine lange Schlauchstrecke aufgebaut werden musste. Lobend erwähnte Kommandant Koch, dass die Kameraden Mario Koch und Tobias Glanz 2020 jeder erfolgreich 100 Stunden in die Modulare Truppausbildung investiert hätten.

Vor der Neuwahl bedankte sich der Kommandant bei den Kameradinnen und Kameraden für die vergangenen sechs Jahre mit einem kleinen Rückblick auf seine bisherige Zeit als Kommandant: Seither waren insgesamt 58 Einsätze zu bewältigen gewesen. Im Vergleich zu manch einer großen Feuerwehr sei das zwar nicht viel. Doch die Wehr Jarzt-Appercha würde immer mehr überörtliche Einsätze, etwa in den Gemeinden Haimhausen, Kranzberg oder Hohenkammer meistern. Zudem sei man auch in Surberg im Landkreis Traunstein beim Katastropheneinsatz mit dabei gewesen. Wie Koch betonte, sei es in diesem Zusammenhang wichtig, dass die Feuerwehrfrauen und Männer richtig ausgebildet und stets einsatzbereit seien. Die Freiwillige Feuerwehr Jarzt Appercha könne andere Wehren immer mit dem Wichtigsten, das sie habe, unterstützen: mit „Man-Power“.

Besonderer Respekt für Jugendarbeit

Im Anschluss folgten unter Aufsicht von Andreas Karl, Christian Trinkgeld und Bernhard Eicher die Neuwahlen des Ersten und Zweiten Kommandanten. Wahlberechtigt waren aktive Mitglieder ab 16 Jahren. Mit 24 Stimmen und einer Enthaltung wurde Boris Koch erneut zum Ersten Kommandanten gewählt. Günther Schuhmann bleibt sein Stellvertreter.

Fahrenzhausens Vize-Bürgermeister Andreas Karl sowie Kreisbrandrat Manfred Danner und Kreisbrandmeister Michael Hinterholzer bedankten sich bei den Kommandanten für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit. Besonderen Respekt zollten sie der Jugendarbeit. Kreisbrandrat Manfred Danner lobte die Frauen und Männer: Bei der Einsatzstärke könnten sich manch andere Wehren „eine Scheibe abschneiden“.

Darius Glanz

Alle Neuigkeiten und Nachrichten aus Fahrenzhausen und der Region lesen Sie immer aktuell hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare