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Um diese Anlage für Kinder in Viehbach entbrannte jetzt eine Debatte im Gemeinderat von Fahrenzhausen. 

Debatte im Gemeinderat

Kehrtwende: Spielplatz in Viehbach wird doch erhalten

Das Engagement von Sandra Angermaier hat sich gelohnt: Die Gemeinde Fahrenzhausen wird auf ihr Betreiben hin den Spielplatz in Viehbach erhalten.

Fahrenzhausen – Zwischen den Ortschaften Viehbach und Bachenhausen soll in den kommenden Wochen und Monaten ein ansehnlicher Spielplatz entstehen (wir berichteten), aber das ist Sandra Angermaier nicht genug: Die Gemeinderätin aus Viehbach beantragte jetzt den Erhalt des bisherigen Spielplatzes in ihrem Ort und erreichte nach einigen Diskussionen eine Kehrtwende bei Bürgermeister Heinrich Stadlbauer.

Das Spielplatzkonzept der Gemeinde sieht vor, dass die bisherigen, nicht im besten Zustand befindlichen Anlagen durch neu eingerichtete Bereiche für Kinder und Jugendliche ersetzt werden. Deshalb hat die Gemeinde Fahrenzhausen den Pachtvertrag für den bisherigen Spielplatz in Viehbach zum 1. Oktober gekündigt. Und genau das hat Sandra Angermaier nun gestoppt. „Wir haben in Viehbach 60 Kinder, und auf dem Spielplatz in der Mitte des Orts ist immer jemand da“, sagte sie. Die kleine Wiese in der Ortsmitte sei ein lieb gewonnener Treffpunkt für die Menschen im Ort, und auch nach der Fertigstellung des neuen Geländes würde der Wegfall weh tun.

Die Gemeindeverwaltung errechnete, dass Sicherheitsmaßnahmen an vier vom Eschentriebsterben betroffenen Bäumen sowie Erhaltungsarbeiten an den Spielgeräten um die 10 000 Euro Kosten verursachen würden – Geld, das nicht im Haushalt eingeplant ist. Dem widersprach Martin Angermaier, „weil für die Kinder doch eine Schaukel und ein Sandkasten reichen. Und auch wenn dazu die vier Bäume gefällt werden müssen, kostet das weit weniger als 10 000 Euro.“ Das Ehepaar aus Viehbach hatte überzeugende Argumente für die Kollegen im Gemeinderat parat – und erreichte einen Beschluss mit 19:0 Stimmen, dass die Gemeinde die Kündigung des Pachtvertrags wieder zurücknimmt. Dann soll das Gelände mit einem vertretbaren Aufwand durch die Kommune erhalten werden. 

Nico Bauer

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