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Keine Schonfrist für die neue Rathauschefin von Fahrenzhausen

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Bereitwillig Rede und Antwort stand Rathauschefin Susanne Hartmann in der Bürgerversammlung in der Aula der Grundschule.
Bereitwillig Rede und Antwort stand Rathauschefin Susanne Hartmann in der Bürgerversammlung in der Aula der Grundschule. © Fischer

Fahrenzhausens Bürgermeisterin Susanne Hartmann hat ihre erste große Bewährungsprobe bestanden. In der Bürgerversammlung zeigte sie sich trotz der kurzen Amtszeit gut informiert und kritikfähig.

Fahrenzhausen – Die neue Fahrenzhausener Rathauschefin stand am Dienstagabend in der Grundschule bereitwillig Rede und Antwort. Kritik hielt sich in Grenzen, wenngleich von Schonzeit auch nicht die Rede sein konnte. Susanne Hartmann war um Antworten nicht verlegen, auch wenn sie bei manchen Fragen noch passen musste. Sie begann ihren Bericht mit einer Charmeoffensive. „Das sind jetzt 27 Tage, die ich im Amt bin, und ich kann Ihnen sagen: Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen“, sagte sie vor knapp 100 Leuten. Der Belegschaft in der Verwaltung, im Bauhof, in den Kindergärten, dem Hort und der Mittagsbetreuung sprach sie großes Lob aus. „Ich bin stolz auf eine so gut funktionierende Mannschaft“, betonte die Rathauschefin. Und sie fügte an: „Natürlich liegen immens viele Aufgaben vor mir, die zu bewältigen sind. Aber ich versichere Ihnen, ich werde mich allem stellen, auch wenn die Aufgabe noch so schwierig ist.“

Wie teuer wird das Rathaus?

Vor bohrenden Fragen bewahrte sie das nicht. Ein Teilnehmer wollte wissen, wie viel denn der hoch umstrittene Rathausneubau nun eigentlich koste. Es müsse doch „eine Hausnummer geben“, fand er. „Das kann ich Ihnen nicht sagen“, entgegnete Hartmann mit dem Hinweis darauf, dass man nach aktuellem Stand nachhaltiger bauen werde. „Ich war erst in einer Sitzung“, gab sie zu bedenken.

Wie geht’s weiter mit der Mittagsbetreuung?

Klar Stellung bezog sie beim Thema Kinderbetreuung.

Eine Zuhörerin erinnerte Hartmann an ihr Wahlkampfversprechen. „Sie haben gesagt, dass Sie sich darum kümmern.“ Sie zielte mit ihrer Anfrage auf die Mittagsbetreuung und den Hort ab. Hartmann erklärte, sie habe sich bereits einen Überblick verschafft. Ihre Vision sei es, bis 2026 eine neue Mehrzweckhalle zu bauen und die alte „zur Hälfte als Mensa zu nutzen“. Das wäre mal die erste Chance, urteilte die Rathauschefin.

Da fehlt was: Georg Schmid aus Appercha monierte, dass es in seinem Wohnort „noch kein Bushäusl gibt“. Die Bürgermeisterin versprach Abhilfe.
Da fehlt was: Georg Schmid aus Appercha monierte, dass es in seinem Wohnort „noch kein Bushäusl gibt“. Die Bürgermeisterin versprach Abhilfe. © Fischer

Was ist der Grund für „Hundeumfrage“?

Unverständnis wurde im Zuge einer Hundebesitzer-Befragung laut. „Die Hundebesitzer wurden alle angeschrieben, was ist der Hintergrund?“, hakte eine Teilnehmerin nach. „Es geht darum, dass sich Hunde ineinander verbissen haben“, erklärte Susanne Hartmann. Es müsse wohl ein Kampfhund darunter gewesen sein, der als Mischling deklariert gewesen sei. „Die neue Befragung sei kein Angriff auf den Personenkreis der Hundebesitzer“, machte sie deutlich. Es gehe lediglich darum, welchen Hund man habe. Ziel der Abfrage sei es gewesen, alle Daten zum Abgleich zu haben. Der Rücklauf sei sehr positiv gewesen, erklärte Hartmann. Auf den Einwand, dass aus dem Rundbrief gar nicht zwingend hervorgegangen sei, die Daten noch mal anzugeben, kündigte Hartmann an, das im nächsten Gemeindeblatt noch einmal explizit darzustellen.

Klärungsbedarf gab es auch in Sachen Seniorenwohnungen. Hartmann räumte ein, dass sie sich erst noch „mit dem ganzen Thema“ vertraut machen müsse. Unbedingt kümmern wolle sie sich etwa auch, um eine Gefahrenstelle am Ortsrand von Fahrenzhausen Richtung Neubaugebiet und einen Bereich in Lauterbach, wo es keinen Fußgängerweg gibt.

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Susanne Hartmann selbst lenkte den Fokus auf den Katastrophenschutz und speziell darauf, was bei einem flächendeckenden Stromausfall zu tun ist. Als Gastredner hatte sie hierzu Kreisbrandrat Manfred Danner eingeladen, der am Beispiel eines potenziellen Blackouts in Moosburg das sogenannte „Leuchtturmprojekt“ der Feuerwehr vorstellte. Demnach seien die Feuerwehren im Landkreis, sollte es tatsächlich zu einem längeren, flächendeckenden Stromausfall kommen, erste Anlaufstellen. Dabei bedürfe es eines entsprechenden Katastrophenmanagements. Im Falle des Falles gelte es Vorsorge zu treffen. „Da sind die Kommunen gefordert“, sagte Danner.

Hartmann erklärte, die Ausrüstung der Wehren sei ihr ein großes Anliegen. Als Beispiel nannte sie die Anschaffung eines Stromaggregates in Jarzt. Anfang Dezember werde es ein Treffen mit den örtlichen Feuerwehren geben, um alles Notwendige zu eruieren, kündigte sie an.

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