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Ideengeber Florian Wildmoser und Sven Sassnowski.

Zukunftsweisendes Projekt startet in Weng

Kirche geht moderne Wege: Digitaler Kirchenführer startet in Weng

  • vonNico Bauer
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Viele Kirchen können höchst spannende Geschichten erzählen. Allein im Pfarrverband Haimhausen-Fahrenzhausen gibt es 16 Kirchen. Nun sind die zwei Gotteshäuser in Weng und Inhausen Vorreiter eines digitalen Kirchenführers.

Weng Viele Kirchen können höchst spannende Geschichten erzählen. Allein im Pfarrverband Haimhausen-Fahrenzhausen gibt es 16 Kirchen. Nun sind die zwei Gotteshäuser in Weng und Inhausen Vorreiter eines digitalen Kirchenführers.

Die beiden Macher des Projekts träumen von der Ausweitung auf ein bundesweites Kirchen-Netzwerk. Die Medienagentur „die kreativbande“ gründeten Florian Wildmoser aus Weng und Sven Sassnowski vor einigen Jahren – seit drei Jahren haben sie die Kirchen im Blick. Wildmoser hatte die Idee zu einer virtuellen Präsentation der Kirchen, und da bot sich seine Heimatkirche St. Georg in Weng an. Dieses spätgotische Gotteshaus wurde 1468 erbaut und ist auf der Georgshöhe schon von Weitem sichtbar. Die junge „kreativbande“ hat die Kirche gleich in mehreren Formen vorgestellt. Spektakulär ist ein gut zweiminütiges Video mit Drohnenaufnahmen, es gibt auch Audiodateien des Glockengeläuts sowie Beschreibungen der Schätze und Malereien in der Kirche.

Komplettiert wird das Paket von einigen Impressionen und Auszügen aus der gemeindlichen Chronik. „Das Ziel ist ein Mehrwert für die Menschen“, sagt Florian Wildmoser, der mit dem virtuellen Kirchenführer potenziellen Besuchern Appetit machen möchte. Der Internetauftritt des Gotteshauses macht die Menschen auf Besonderheiten aufmerksam, auf die man bei Besichtigungen achten solle. „Diese Verknüpfung hat Charme“, sagt Wildmoser. „Denn Kirchen sind superspannende, aber noch antiquierte Themen.“ Zusammen mit Sven Sassnowski wird Wildmoser in naher Zukunft wohl weitere Kirchen des Pfarrverbands nach Weng und Inhausen digital präsentieren.

Pastoralreferent Bernhard Skrabel steht dem Projekt sehr positiv gegenüber: „Eine besondere Zeit erfordert besondere Mittel, und die Welt der Jugend ist eben die Welt des Netzes. Es wird Zeit, dass wir diese Welt mitgestalten.“ Die beiden Macher der Kirchenführung im Internet, die Kirchenbesucher durch den QR-Code vor Ort auch auf das Handy holen können, hoffen auf breites Interesse an dem Projekt. Sassnowski sagt, dass man sich in Gesprächen über die digitale Präsentation von bis zu 100 Kirchen befinde. Die „kreativbande“ bereitet derzeit eine GmbH vor, die das Angebot www.der-kirchenfuehrer.de auf ein Fundament stellen soll.

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