Blick auf die nicht mehr lange leerstehenden Container im Zentrum von Fahrenzhausen
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Alles in Ordnung: Die Formaldehyd-Werte in der Containeranlage passen jetzt. Sobald Kitas wieder öffnen, können die Kinder in das Übergangsquartier einziehen.

Keine überhöhten Schadstoffwerte mehr

Alles in Ordnung: Kita-Container in Fahrenzhausen sind bezugsbereit

  • vonNico Bauer
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Die Luft ist rein: Weil der Nachwuchs des katholischen Kindergartens in die Container ziehen darf, können parallel auch die Arbeiten für den Neubau beginnen.

Fahrenzhausen – Immer wieder wurde der Fahrenzhausener Bürgermeister Heinrich Stadlbauer in den vergangenen Wochen von Gemeinderäten wie Bürgern angesprochen auf die leer stehenden Container im Zentrum des Ortes. Seine Auskunft war immer gleich: „Das ist eine komplizierte Geschichte.“ Nun geht endlich wieder etwas voran: Die Mängel wegen überhöhter Schadstoffwerte sind beseitigt, und die Gruppen des katholischen Kindergartens können nun endgültig in die Container einziehen, damit das bestehende Haus abgerissen und neu gebaut werden kann.

Im Herbst hatte der Kindergarten für knapp eine Woche seine Heimat in den Containern, bis es in das notdürftig wieder instandgesetzte Haus zurückging. In den Containern überschritten Formaldehyd-Messungen die Grenzwerte und sorgten für den Notstopp. Damit konnte der Kindergarten nicht wie geplant abgerissen werden. Ursprünglich war das Ziel formuliert, dass der Kindergarten in den Herbstferien zurück in die Container ziehen sollte.

Akustikdecken wurden als Grund für die erhöhten Werte ausgemacht

Dann wurde es ruhig. Die Pressestelle des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising antwortete nun auf eine Nachfrage des Freisinger Tagblatts, dass ursprünglich angebrachten Akustikdecken als Grund für die erhöhten Werte ausgemacht worden seien. Diese wurden mittlerweile ausgetauscht.

Um auf Nummer sicher zu gehen, wurden die emissionsärmeren Ersatzelemente in Prüfkammern getestet. Dazu kam dann auch die längere Standzeit der Container, sodass regelmäßiges Lüften die Situation verbesserte. Die Zeit nutzten die Bauherren des Ordinariats auch für den Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage, mit der man nun auch den speziellen Bedingungen der Corona-Zeit gerecht werden kann.

Kindergarten kann direkt in der ersten Kalenderwoche 2021 umziehen

„Die getroffenen Maßnahmen folgen der Null-Risiko-Strategie für Kitas der Erzdiözese“, sagt Hendrik Steffens von der Pressestelle der Erzbischöflichen Ordinariats. Das hat nun zur Folge, dass der Kindergarten direkt in der ersten Kalenderwoche 2021 umziehen kann. Wenn nach dem Lockdown die Kindertagesstätten in Bayern wieder geöffnet werden dürfen, startet der Betreuungsbetrieb in der Containeranlage an der B 13. Das bedeutet nun auch, dass in den nächsten Wochen der Abriss des Kinderhauses St. Christopherus in Angriff genommen werden kann. Steffens berichtet, dass bei einem guten Verlauf der Neubau des Kinderhauses im Fahrenzhausener Zentrum im April beginnen könne.

Finanziell sind keine Planänderungen nötig. Die Kosten für Lüftungsgeräte und den Rück-Umzug in das alte Gebäude werden über Sicherheitsreserven abgedeckt. Die politische Gemeinde Fahrenzhausen übernimmt insgesamt zwei Drittel der Kosten für den Neubau des Kinderhauses St. Christopherus.

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