Verheerender Anschlag in Ägypten: Zahl der Toten auf 155 gestiegen

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Sie sind die Aushängeschilder der Gemeinde: Die ehrenamtlich Tätigen, die am Freitag beim Ehrenabend in Fahrenzhausen von Bürgermeister Heinrich Stadlbauer (r.) und 2. Bürgermeister Andreas Karl (l.) mit Bürgermedaillen in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet wurden. 

Ehrenabend der Gemeinde Fahrenzhausen

Lebende Beispiele kommunaler Intelligenz

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Sie sind die Vorbilder für die Jugend, sie sind, so sagte es der Bürgermeister, die Aushängeschilder für „kommunale Intelligenz“: Frauen und Männer, die das Ehrenamt leben. 14 von ihnen wurden am Freitag von der Gemeinde Fahrenzhausen für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt.

Fahrenzhausen – Eine Gemeinde muss wachsen. Aber nicht durch mehr Einwohner, mehr Gewerbe, mehr Kinder oder mehr Geld, betonte Fahrenzhausens Bürgermeister Heinrich Stadlbauer. Nein. Wachsen durch eine bessere Art des Umgangs miteinander, durch „intensivere, einander unterstützende, einladende, ermutigende und inspirierende Beziehungen“ der Bürger. Das Wort, das all dies umfasst: Ehrenamt – der „Kitt“, der die Dorfgemeinschaft zusammenhalte,der die „kommunale Intelligenz“ darstelle. 14 ehrenamtlich Tätige wurden als Anerkennung für ihren Einsatz mit Bürgermedaillen ausgezeichnet.

Medaillen in Gold

Joachim Berger war einer von vier Bürgern, die die Medaille in Gold verliehen bekamen: Er, „der ehemalige Bänker“, wie Stadlbauer wusste, habe seinen Beruf auch gleich zum Hobby gemacht: 27 Jahre lang (von 1975 bis 2002) war er Schatzmeister und auch dritter Vorsitzender des FC Ampertal-Unterbruck, begleitete als solcher wichtige Investitionen des Vereins. Nach dieser Tätigkeit gründete er die Tischtennisabteilung, sei dort noch immer „die gute Seele“. Doch damit nicht genug: Seit dem Jahr 2000 bis heute ist Joachim Berger auch noch Kassier beim Krieger- und Soldatenverein Jarzt-Fahrenzhausen.

Die Bürgermedaille in Gold erhielt auch Vitus Lamprecht. Der könne, so haben die Bürger aus Weng ausgerechnet, auf 229 Jahre ehrenamtliches Engagement zurückblicken, davon 153 Jahre in leitenden Positionen. Stadlbauer konnte Lamprechts großen und seit 1969 währenden Einsatz bei der FFW Weng aufzählen, konnte dessen 60 Jahre dauerndes Engagement im Schützenverein Ampertal Weng skizzieren, erwähnte Lamprechts 50-jährige Mitgliedschaft im Krieger- und Soldatenverein Großnöbach. Und immer wieder sei Vitus Lamprecht als Bauleiter bei den verschiedenen Projekten der Vereine im Einsatz gewesen, habe sich außerdem 1974 für die Wiederbelebung des Maibaumaufstellens in Weng stark gemacht.

„Verlegen“ machte es Stadlbauer, dass er eine Laudatio auf seine Frau Theresia halten dürfe. Die Liste der Bereiche, in denen Theresia Stadlbauer seit vielen Jahrzehnten aktiv ist, war lang: Das reichte von der Jugendarbeit (vor allem beim BDKJ) über ihre Tätigkeiten als Elternbeiratsvorsitzende und die Aktivitäten beim Pfarrverband Fahrenzhausen-Haimhausen bis hin zur Unterstützung des Musikvereins Fahrenzhausen. Den größten Einsatz freilich zeige Theresia Stadlbauer bei der von ihr mit gegründeten Nachbarschaftshilfe Fahrenzhausen, deren Vorsitzende sie seit der Gründung 1995 auch sei. Das alles – und noch ein bisschen mehr – haben Theresia Stadlbauer nun die Bürgermedaille in Gold eingebracht.

Die Vierte im Bunde derer, die die Medaille in Gold verliehen bekamen, war Eva Stocker: Leiterin der Spielgruppe, Elternbeirätin im Kindergarten, seit 1995 aber dann vor allem im Vorstand der Nachbarschaftshilfe tätig – das war der Gemeinde diese Auszeichnung wert. Dass Stocker dann auch noch zusätzlich 17 Jahren lang die Kindergruppe in der katholischen Pfarrei Fahrenzhausen und 18 Jahre lang in der evangelischen Pfarrei Oberallershausen leitete, dort auch zwölf Jahre lang im Kirchenvorstand war (und bekanntlich im Gemeinderat von Fahrenzhausen sitzt), hat diese besondere Ehrung sicherlich zusätzlich befördert.

Medaillen in Silber

Ebenfalls vier Mal wurde die Bürgermedaille in Silber verliehen: Michael Wildgruber aus Lauterbach erhielt die Auszeichnung dafür, dass er seit 41 Jahren Mesner ist, auch bei der Feuerwehr aktiv ist, vor allem aber für 40 Jahre Engagement im Vorstand des Schützenvereins Arminia Lauterbach (von 1983 bis 2003 sogar als 1. Schützenmeister). Die zweite „Silbermedaille“ des Abends ging an Johann Kugler: Der ist seit 1975 in den unterschiedlichsten Bereichen beim FC Ampertal Unterbruck aktiv – beispielsweise als Trainer, Festorganisator oder auch technischer Leiter. Silber ging außerdem an Wilhelm Völkl. Der war seit der Gründung des Feuerwehrvereins in Weng im Jahre 1988 dessen 1. Vorsitzender, trat dann 2012 ins zweite Glied zurück und wurde 2. Vorstand, bevor er heuer zum Ehrenvorstand des Feuerwehrvereins ernannt wurde. Die Durchführung und Organisation großer Feuerwehrfeste fielen in die Dienstzeit Völkls. Christian Hermann darf sich seit Freitag ebenfalls Träger der silbernen Bürgermedaille der Gemeinde Fahrenzhausen nennen: Acht Jahre lang war er Vorstand der Maibaumburschen Fahrenzhausen, tat sich 17 Jahre lang vor allem im Vorstand des Faschingsverein Kammerberg-Fahrenzhausen hervor und ist seit 2012 auch noch 2. Schützenmeister beim Schützenverein Hubertus Fahrenzhausen.

Medaillen in Bronze

Außerdem hatte Stadlbauer noch sechs Bürgermedaillen in Bronze mit im Gepäck: Johanna Wildgruber, seit 1978 Mitglied im Katholischen Frauenbund und von 2008 bis 2016 dessen 1. Vorsitzende, und Hildegard Modlmayr, die seit 1998 beim FC Ampertal Unterbruck in verantwortlichen Positionen aktiv ist, erhielten diese Auszeichnung. Und dann waren da noch Hildegard und Karl Heinz Sturm, Karin und Peter Seidl, die seit 2015 den Asylbewerbern, die in Fahrenzhausen gelandet sind, wöchentlich Deutschunterricht geben und den Flüchtlingen „das Leben in Deutschland nahegebracht“ hätten, so Stadlbauer.

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