Schlechte Noten hat Bürgermeister Heinrich Stadlbauer von der CSU bekommen. 

CSU Fahrenzhausen

„Note 5“ für Stadlbauer

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Fahrenzhausen - Die CSU Fahrenzhausen ist unzufrieden, verärgert, ernüchtert. „Noch nie war die Gemeinderatsarbeit so unproduktiv“ wie unter FBL-Bürgermeister Heinrich Stadlbauer, schimpfte die CSU-Ortsvorsitzende Astrid Wildgruber-Bolesczuk. Sie gab Stadlbauer die„Note 5“.

Wildgrubers politischer Bericht bei der Mitgliederversammlung der CSU Fahrenzhausen am Donnerstag in der Ampervilla geriet zur großen Abrechung mit Heinrich Stadlbauer, dem FBL-Mann, der vor zwei Jahren die Nachfolge von Rudi Jengkofer (CSU) als Gemeindeoberhaupt angetreten hatte. So kenne sie zum Beispiel bis heute nicht das Ergebnis der Klausurtagung des Gemeinderats, bei der eben kein „Masterplan“ aufgestellt worden sei.

Erst ein CSU-Antrag habe dann zu einer Prioritätenliste der anstehenden Projekte geführt (wir haben berichtet). „Es wurde gar nicht viel nach vorne gebracht“, so das harsche Fazit Wildgrubers. Beispiel: In 2015 waren Investitionen in Höhe von fünf Millionen Euro vorgesehen, tatsächlich umgesetzt wurden Maßnahmen in Höhe von nur 1,7 Millionen. Allein dafür, so die CSU-Ortschefin und Gemeinderätin, verdiene Stadlbauer die Note 5. Überhaupt: Noch nie sei die Gemeinderatsarbeit so unproduktiv gewesen wie unter Heinrich Stadlbauer.

Es gebe nur wenige Sitzungen, obwohl es genügend Themen gebe. Die Sitzungen, die man habe, seien dann auch noch schlecht vorbereitet, so dass man viele Beschlüsse erst vertagen, dann beschließen, danach wieder aufheben und später nochmal anders fassen müsse. Dieses „ernüchternde Ergebnis“ nach zwei Jahren Stadlbauer sei laut Wildgruber „überhaupt nicht nachvollziehbar“. Schließlich sei der FBL-Mann 18 Jahre Gemeinderat und da ein kritischer „Oppositionsführer“ gewesen, und habe zudem von Jengkofer eine schuldenfreie Gemeinde und zehn Millionen Euro an liquiden Mitteln übernommen. Außerdem seien ihm drei Vollzeitstellen im Rathaus zusätzlich genehmigt worden. Die vier CSU-Gemeinderäte hätten im Gremium „keinen leichten Stand“, schilderte Wildgruber. Man sei zwar für regenerative Energien, nehme aber die Ängste der Bürger ernst – weshalb man gegen das Windrad bei Lauterbach gewesen sei. Man lehne innerörtliche Bebauungspläne „grundsätzlich“ ab, und achte darauf, dass es für den Alten Wirt „keine Luxussanierung“ gebe.

In einem Grußwort appellierte Ex-Bürgermeister und CSU-Ehrenmitglied Jengkofer an seine Parteikollegen: „Die CSU muss sich vor niemandem verstecken. Wir müssen unseren eigenen Weg gehen.“ Und dann wurden am Donnerstag auch noch langjährige CSU-Mitglieder geehrt.

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