Sanierte Orgel in der Haimhausener Pfarrkirche
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Ein Schmuckstück: die in der Haimhausener Pfarrkirche beheimatete erneuerte Orgel.

Restauriertes Kircheninstrument

Orgel eingeweiht: Das sanierte Flaggschiff des Pfarrverbands Fahrenzhausen-Haimhausen

  • vonNico Bauer
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Rund 250.000 Euro hat der Pfarrverband Fahrenzhausen-Haimhausen für die Sanierung der Orgel in die Hand genommen. An Ostern wurde sie eingeweiht.

Fahrenzhausen/Haimhausen – Über den gemeinsamen Pfarrverband sind die beiden Nachbargemeinden Fahrenzhausen und Haimhausen eng verbunden. Mit der nach einer Generalsanierung wiedereröffneten Pfarrkirche Haimhausen hat man wieder ein Flaggschiff im Verbund. Dort weihte Pfarrer Konrad Seidl an Ostern die restaurierte Orgel.

Mit der Generalsanierung der einsturzgefährdeten Kirche wurde auch die Orgel abgebaut – und die ist ein Schatz. In den Jahren 1898 und 1899 wurde die Franz-Borgias-Maerz-Orgel in die Haimhausener Pfarrkirche St. Nikolaus eingebaut. Für 4000 Mark wurde das Instrument von dem bekannten Münchner Orgelbauer erworben und bekam seinen Platz auf der zweistöckigen Empore, die 1874 im Zuge der Kirchenerweiterung entstanden war. Eine Besonderheit sind die hölzernen Orgelpfeifen der tiefen Töne.

Zahlreiche Gläubige nahmen an der offiziellen Orgelsegnung teil.

Die Orgel wurde nun erneuert – für stolze 250 000 Euro. Dabei ging die Firma Rudolf von Beckerath mit Fingerspitzengefühl vor und ersetzte nur das definitiv nicht mehr reparierbare Material. Das Instrument wurde auseinandergebaut, gereinigt, rekonstruiert, restauriert und etwas erweitert. Die Zahl der Register wurde von zehn auf 15 erhöht. Das Instrument kann mit dem jetzigen Standard nicht nur für die Untermalung der Gottesdienste genutzt werden, sondern auch konzertant gespielt werden. Pastoralreferent Bernhard Skrabal ist offen für Konzerte mit Musikern aus der Region.

Größtes Gotteshaus im Pfarrverband

Skrabal sieht für die anderen Kirchen und Orte keine Auswirkungen durch die Haimhausener Sanierung. In der Gemeinde Fahrenzhausen sind Gotteshäuser wie die Wenger Kirche von der Fläche größer, aber nirgendwo können mehr Menschen kirchliche Feiern besuchen wie in Haimhausen.

250.000 Euro nimmt der Pfarrverband Fahrenzhausen-Haimhausen nun für die Orgel in die Hand. Die Hälfte der Summe war als Rücklage vorhanden. Der Rest soll über Spenden in den kommenden Monaten und Jahren finanziert werden. Hierfür gibt es auch ein Spendenkonto, wo die Bürger die Pfarrei unterstützen können: Kath. Kirchenstiftung St. Nikolaus Haimhausen, IBAN DE 48 7016 9465 0002 8003 90.

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