Ein Wachhäuschen wurde über Nacht vor dem Baugebiet Am Leger in Fahrenzhausen aufgestellt. Es trägt die Farben sowie das Wappen von Fahrenzhausen. Daneben steht ein Schild mit der Aufschrift: „Achtung: Ost-Fahrenzhausen“.
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Den „Grenzübergang“ zu „Fahrenzhausen Ost“ soll das Wachhäuschen markieren. 

Im Baugebiet „Am Leger“ erlauben sich Unbekannte aufwändigen Streich

Wer hat‘s aufgestellt? Rätsel um Wachhäuschen in Fahrenzhausen

  • vonNico Bauer
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Die Lärmschutzwand vor dem Baugebiet „Am Leger“ in Fahrenzhausen nervt die Bürger. Sie ist groß, nicht besonders hübsch. Jetzt steht ein Wachhäuschen davor.

Fahrenzhausen – Die Berliner Mauer ist seit mehr als 30 Jahren Vergangenheit. Jetzt wurden in Fahrenzhausen jedoch Parallelen zur Mauer zwischen Ost und West-Deutschland gezogen.

Es macht den Anschein, als würde die Mauer von Fahrenzhausen alle nerven. Gemeint ist die Lärmschutzwand an der über Jarzt nach Allershausen führenden Kreisstraße ist alles andere als schön. Anlieger im Neubaugebiet „Am Leger“ und der Altbestand auf der anderen Seite der Kreisstraße sind wenig begeistert von der Optik. Das nahmen sich nun Unbekannte für einen Halloween-Streich zum Anlass und stellten ein Wachhäuschen auf. „Achtung Ost-Fahrenzhausen“ steht auf dem Schild – und der Stacheldraht erinnert auch an die deutsch-deutsche Grenze mit einem streng kontrollierten Übertritt.

Wachhäuschen in Fahrenzhausen - mehr als ein Halloween-Scherz

Die Lärmschutzwand die das Baugebiet Am Leger von der Kreisstraße trennt, ist Grund für einen kreativen Halloween-Streich in Fahrenzhausen. 

Dafür steht nun das Häuschen, welches von den Erbauern nach dem Vorbild der berühmten Wachposten vor dem Buckingham Palace gefertigt wurde. Die royale Garde gilt ja auch als das berühmteste Wachpersonal der Welt. Das Fahrenzhausener Häuschen wurde mit viel Liebe zum Detail und beachtlichem Aufwand gefertigt. Bemalt wurde es in den Gemeindefarben inklusive Wappen unterm Dach. In dem Gag stecken etliche Stunden Arbeit. Aufgestellt wurde die Wachhütte am vergangenen Samstag zwischen 20 und 24 Uhr. Nachbarn wie auch Bürgermeister Heinrich Stadlbauer zucken mit den Schultern bei der Frage, wer das gewesen sein könnte. Es ist nicht einmal klar, ob es Neu-Bewohner des Baugebietes sind oder Bürger aus dem „Altbestand“, denen der Leger vom ersten Tag an ein Dorn im Auge ist, errichtet haben. In der Anfangszeit machte das bergab gelegene Wohngebiet das Problem, dass aufgrund der versiegelten Flächen in Hanglage bei Starkregen das Wasser in die Keller lief. Mittlerweile wurde das Problem mit einem Entwässerungsgraben gelöst und in den vergangenen Wochen wurde vor der Lärmschutzwand der Gehweg mit dem Bushäuschen errichtet.

Am Dienstag nun übernahmen die Landschaftsbauer die Baustelle mit einer Bepflanzung der seit Jahren kahlen Wand. „Richtig schön wird das wohl erst im Frühjahr aussehen“, sagt Bürgermeister Heinrich Stadlbauer. Auch er hofft, dass sich nun schrittweise eines der anstrengendsten Baugebiete der Gemeindegeschichte normalisiert.

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