Live-Ticker: Petry sorgt für Eklat auf AfD-Pressekonferenz

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Drei Männer, ein Schild: Franz Bauer (Bauhof), Bürgermeister Heinrich Stadlbauer und Revierförster Bernhard Söllner am neuen „Rettungstreffpunkt“ an einem Waldesrand.

Rettungskette Forst in Fahrenzhausen

Schilder am Wald statt Schilderwald

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Forstunfälle sind leider gar nicht so selten. Aber wie finden Rettungsdienste den Verletzten? Wie können sie sich orientieren? Die „Rettungskette Forst“ hilft da. Jetzt wurden die wichtigen Taferl auch im Gemeindegebiet von Fahrenzhausen angebracht.

Fahrenzhausen – Es dauerte nur wenige Minuten, bis Fahrenzhausens stellvertretender Bauhofleiter Franz Bauer das Schild angeschraubt hatte. Der Aufwand ist also gering, der Nutzen aber groß. Denn das Schild mit der Markierung „FS-2054“ kann sogar Leben retten. Mit diesem Schild und mit der Kennzeichnung kann nämlich Rettungsdiensten ziemlich exakt beschrieben werden, wo sie sich im Falle eines Unfalls im Wald einfinden sollen.

Was es schon seit einigen Jahren für die Staatsforsten gibt, wird nun also auch sukzessive an geeigneten Stellen in Privatwäldern angebracht, so der für den Landkreissüden zuständige Förster Bernhard Söllner. In Eching und Neufahrn seien fast alle Schilder bereits vorhanden, jetzt ist also Fahrenzhausen dran. Bezahlt werden die Schilder von der Forstverwaltung, die Installation übernehmen die Kommunen.

Ideale Standorte für diese so wichtigen Treffpunkt-Schilder sind Parkplätze und andere Stellen an Waldesrändern und an Straßen, die von Rettungsfahrzeugen auch ohne Allradantrieb gut und schnell zu erreichen sind. Das System kann auf verschiedene Arten genutzt werden: Entweder wird der Verletzte, wenn er noch transportfähig ist, von seinem Begleiter zu diesem Treffpunkt geführt (bei Waldarbeiten muss man immer zu zweit sein), oder der Begleiter ruft die Rettungskräfte zu diesem Treffpunkt, geht selbst dorthin und führt die Helfer dann zu der Unglücksstelle. Wenn man als Begleiter bei dem Schwerverletzten bleiben muss und ihn nicht allein lassen kann, sollte man per Handy versuchen, andere, ortskundige Personen zu erreichen, die dann die Rettungskräfte zum Ort des Geschehens lotsen. So oder so: Die Rettungs-Treffpunkte sind wichtig und zentral.

Fünf solcher strategisch günstigen Standorte hat man für Fahrenzhausen ausgewählt. Söllner hofft, dass die Menschen und Waldarbeiter für diese Tafeln jetzt sensibilisiert werden. Inflationär viele Tafeln wolle man allerdings nicht aufstellen, denn schließlich soll der echte Wald nicht durch einen Schilderwald erdrückt werden.

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