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Die rasende Badewanne wurde mit einem Preis ausgezeichnet und damit die Kreativität des Erbauers gewürdigt.

Siebtes Seifenkistenrennen in Weng

Der Tag der Rennsemmeln

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Es war das siebte Mal. Aber es war auf keinen Fall verflixt. Denn auch dieser Grand Prix der Seifenkisten in Weng verlief am Samstag unfall- und störungsfrei. Und weil der ausrichtende Club der Motorsportfreunde Kranzberg (CMF) wieder für ein schönes Rahmenprogramm zu Füßen von St. Georg gesorgt hatte, war auch die siebte Auflage des Gaudiums eine Art Volksfest.

WengAuf der Wiese im Kurvenbereich war eine Hüpfburg für die Kleinen, eine Oldtimerausstellung für die Liebhaber historischer Fahrzeuge und ein Festzelt aufgebaut, in dem man im Schatten Schnitzel- und Steaksemmeln, Bier und nichtalkoholische Getränke genießen konnte, während sich die waghalsigen Lenker in ihren selbstgebauten Kisten wagemutig auf gar dünnen Reifen in die Tiefe stürzten. Volksfeststimmung beim Seifenkistenrennen in Weng. Dabei kam es, wie immer bei der CMF-Veranstaltung, nicht auf die Schnelligkeit an (die rasanteste Fahrt legte Leonhard Oswald mit 18,324 Sekunden hin), sondern auf die Gleichmäßigkeit der Läufe. Drei Mal rasten die Männer in ihren tollkühnen Kisten den Kirchberg hinab (die Höchstgeschwindigkeit erreichte Leonhard Oswald mit 53 km/h). Wer in vier Klassen die geringste Zeitdifferenzen aufwies, durfte die Siegerpokale mit nach Hause nehmen. Und da erwies sich bei den Zwölf- bis 17-Jährigen Tobias Rottenfußer als Bester, dessen drei Durchgänge nur 0,168 Sekunden voneinander differierten. Die schnellste Zeit dieser Gruppe stammte auch von Tobias (20,609 Sekunden).

In der Klasse der 18- bis 40-Jährigen war Ivan Cuha siegreich: Nur 0,131 Sekunden lagen die Zeiten seiner drei Fahrten auseinander. Schnellster in dieser Klasse war Michael Hammer mit 40,498 Sekunden. Bei den Piloten im Alter von 41 Jahren und älter siegte Nikolaus Wagenstetter. Kaum messbare 0,046 Sekunden lagen seine drei Läufe auseinander, was ihm auch den Wanderpokal des CMF einbrachte. Von den Zuschauern hinter den Strohballen und den roten Flatterbändern angefeuert und beklatscht wurden freilich alle Teilnehmer – ob auf dem Bobbycar wie der einzige Teilnehmer und Sieger in dieser Klasse Steffen Hinz oder im aufwändig umgebauten „Kleinbus“, ob in der tiefergelegten Badewanne oder in der extravagant gestalteten Rennkiste mit Warnblinkanlage.

Tiefergelegte Wanne

Um die Kreativität der Rennfahrer und Bastler auch in diesem Jahr zu würdigen, gab es für das ausgefallenste Gefährt wieder einen besonderen Preis: Olaf Lehmann konnte sich zusammen mit seiner rollenden Badewanne über die Auszeichnung freuen. Und so war das Seifenkistenrennen in Weng für alle eine Freude: Für die Rennfahrer, für das Publikum und für den Verein, der sich über großen Zuspruch freuen konnte. 

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