Das Münchner Faschingsprinzenpaar Margarethe I. und Berni I. auf dem Rathausbalkon.
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Eine Inthronisation der anderen Art feierte das Münchener Faschingsprinzenpaar Margarethe I. und Berni I. auf dem Rathausbalkon.

Margarethe Stadlbauer muss den Menschen kontaktlos Freude bereiten

Fasching dahoam – alles anders: Münchner Faschingsprinzessin aus Unterbruck gibt einen Einblick

  • vonNico Bauer
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Margarethe Stadlbauer ist als Faschingsprinzessin seit dem 11. Januar offiziell offiziell die Regentin des Münchener Rathauses. Doch Faschingsgaudi in Zeiten von Corona ist eine Herausforderung.

Fahrenzhausen – Seit Montag , 11.1.2021, ist Margarethe Stadlbauer nun auch offiziell die Regentin des Münchener Rathauses. Die 34-Jährige präsentierte sich am 11.1. um 11.11 Uhr offiziell mit ihrem Prinzen Berni I. als Prinzenpaar der Stadt München. Die beiden haben die Aufgabe, den Menschen kontaktfrei Freude zu machen. Eine Herausforderung!

Es war ein kurioser Moment für Margarethe Stadlbauer, wie sie sagt, mit ihrem Prinzen auf dem Rathausbalkon zu stehen, ohne Oberbürgermeister und ohne Menschen auf dem Marienplatz – eben ohne jenes Bild,das man sonst zum Faschingsauftakt kennt. Aber eines ließ sich die Prinzessin trotz Pandemie nicht nehmen: Sie präsentierte ein Kleid, bei dem den Zuschauern Hören und Sehen verging. Über die Internetkanäle erntete sie dafür jede Menge Bewunderung.

„Natürlich fehlen uns die Leute - sehr sogar“

Nach der stillen Inthronisation mit einem Video im Internet sagt die aus Unterbruck stammende Margarethe Stadlbauer natürlich, dass sie sich als Faschingsprinzessin schon die gleiche Prozedur gewünscht hätte, wie man sie in der fünften Jahreszeit eigentlich kennt – mit vielen Menschen und ohne Corona. „Natürlich fehlen uns die Leute – sehr sogar.“

Margarethe I. trägt den Beinamen „die schwungvolle Regentin der Netzwerke“, weil sie durch ihren Beruf in der Hanns-Seidel-Stiftung in den Zeiten der Pandemie viele Internetformate erfolgreich aufgebaut hat (Das FT hat berichtet).

Fasching dahoam: Ein etwas anderer Faschingsorden, entworfen von Karikaturist Dieter Hanitzsch.

Seit ihrer Vorstellung am 11.11. des vergangenen Jahres, hat sie auf diesen Kanälen auch schon ordentlich abgeliefert. Unter anderem lud Margarethe Stadlbauer in der Zeit vor Weihnachten zum Strohsterne-Basteln ein und hielt eine Ansprache. Der Erfolg lässt sich mittlerweile bereits messen: Zu Beginn des digitalen Corona-Faschings hatte die Narrhalla München mit dem Prinzenpaar rund 500 Anhänger. Zur Inthronisation am vergangenen Montag waren es bereits 2518.

Die Tochter des Fahrenzhausener Bürgermeisters hatte bei der Weihnachtsrede 2700 Zuhörer, und dem Bastelkurs folgten 2200 Interessierte. „Wir wollen den Menschen ein Lächeln schenken und ihnen in Zeiten wie diesen einfach eine Freude machen“, sagt Margarethe Stadlbauer.

Prinzessin freut sich auf die royale Weißwurst

Und so arbeitet das Münchner Prinzenpaar jeden Tag an Aktionen und Ideen, mit denen der graue Alltag vieler Menschen in München und der Umgebung ein klein wenig farbiger gestaltet werden soll. Eine der nächsten Ideen ist „die royale Weißwurst“, wenn die Faschingsregenten Münchens kulinarische Botschafter testen dürfen. „Dann treffen sich die beiden prominentesten Münchnerinnen“, witzelt Stadlbauer, „die Prinzessin und die Weißwurst“. Auf diese Verkostung freut sie sich schon sehr.

Mit dem richtigen Start des ersten Online-Faschings in der Münchner Narrhalla-Geschichte hat das Prinzenpaar auch die ersten Orden verteilt. Diese hat der Münchner Karikaturist Dieter Hanitzsch gestaltet. Dabei zeichnete der prominente Künstler das Münchner Kindl in roten Schuhen im Sessel mit einem Glas Bier oder Wein. „Fasching dahoam“, ist das Motto, und dazu schenkt das Prinzenpaar den Ordensträgern ein rotes Herz. Passend zu dieser Zeit trägt das Münchner Kindl auf dem Orden natürlich auch einen Mundschutz.

Menschen feiernauch mit Abstand

„Es ist sehr schön“, sagt Prinzessin Margarethe, „und doch fühlt sich alles irgendwie an, ob es noch nicht angefangen hat“. Von den ersten Stunden mit dem Rathausschlüssel in der Hand nimmt sie vor allem mit, „dass sich die Menschen überall freuen, wenn sie ihr Prinzenpaar sehen“.

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