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Sieg für die Seerosen: Das erste Maßnahmenpaket hat nicht dazu geführt, den Pflanzen im Wenger Weiher Herr zu werden. Jetzt versucht es der Fahrenzhausener Gemeinderat mit rabiateren Mitteln.

Erste Aktion blieb fruchtlos

Seerosen-Invasion am Wenger Weiher – Jetzt rücken Bagger an

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Der Wenger Weiher liegt absolut idyllisch, aber er hat ein ganz schönes Problem: Seerosen, die das Gewässer in Beschlag nehmen und Badegäste vertreiben. Das soll sich ändern.

FahrenzhausenDer Wenger Weiher liegt etwas versteckt und ist ein schöner, nicht allzu überfüllter Badesee. Das liegt allerdings auch etwas am Gewässerzustand. Seerosen haben sich das Terrain erobert. Ein erster Versuch, ihnen Herr zu werden, hat nicht gefruchtet. Nun soll der für den Weiher zuständige Arbeitskreis Pflegemaßnahmen in einem größeren Umfang auf den Weg bringen.

Im vergangenen Jahr war für den Wenger Weiher bereits ein umfangreiches Paket aus Sanierungsmaßnahmen geschnürt worden. Dieses umfasst die Freilegung der Quelle, die Planung eines zweiten Auslaufs am Nordufer, die Auslichtung des Baumbestands am Ufer sowie die Entfernung des Wurzelwerks. Die zwei letzteren Maßnahmen wurden bereits durchgeführt – allerdings ohne den gewünschten Erfolg zu zeitigen. Denn nur ein Jahr später haben sich die Seerosen den Teich schon wieder zurückgeholt.

Erste Maßnahmen fruchten nicht - jetzt wird es rabiater

„Wir haben das Ausmähen jetzt einmal probiert“, gerichtete Bürgermeister Heinrich Stadlbauer im Gemeinderat. „Aber der Weiher ist nur zwei Meter tief, und das macht es nicht einfach.“ Es kann gebadet werden, aber wirklich Spaß macht es nicht. Deshalb sieht der Plan nun eine gründliche Aktion vor, bei der ein Schwimmbagger die Seerosen dauerhaft entfernen soll. Mit dieser Aktion sollte der Katalog zur Verbesserung der See-Situation auch gleich komplett in Angriff genommen werden, und zwar zeitnah.

Für die schnelle Umsetzung der Beschlüsse geht der Gemeinderat nun einen neuen Weg: Der Ausschuss darf und wird sich direkt um die Umsetzung kümmern. Nach dem Beschluss des Gremiums haben die Räte Andreas Kern und Korbinian Hagn grünes Licht, Angebote von Planern und ausführenden Firmen einzuholen wie dann auch zu prüfen.

Seerosen: Ausschuss kümmert sich eigenständig ums Problem

Somit wird die Gemeindeverwaltung spürbar entlastet. Im Rathaus müsste dann nur offiziell der Auftrag an die ausgewählten Partner erteilt und am Ende alles bezahlt werden. „Es wäre sinnvoll, dass wir auch anderen Arbeitskreisen solche Möglichkeiten geben“, sagt Andreas Kern. Auf diesem Weg könnten Gemeinderäte in Fachausschüssen die Kommune auch bei anderen Unterfangen unterstützen.

Weitere spritzige Themen: Am Moosburger Weiher hat ein Bub (11) einen neuen Angler-Rekord augestellt. Nicht Seerosen, sondern Stand-Up-Paddler sind dem Surfclub Neufahrn ein Dorn im Auge: Ein Gericht hat dazu kürzlich ein Urteil gefällt. Seit vielen Jahren will der Kranzberger Gemeinderat den Kühnhauser Weiher erneuern. Doch Giftstoffe machen das Unterfangen schwierig. 

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