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Der Generationenchor, der eigens für das Jubiläumsjahr und die Wiedereröffnung der Kirche gegründet worden ist, zeigte sich stimmgewaltig.

Nach einjähriger Renovierungsphase

Die Wenger haben ihre Kirche wieder

Nach einem Jahr Renovierung feierte die Pfarrgemeinde in Weng am Wochenende die Wiedereröffnung ihres Gotteshauses. Beim Benefizkonzert am Freitagabend nahmen die Gläubigen ihre neu gestaltete Kirche in Besitz und erfüllten sie gleich wieder mit Leben.

Weng„Ein Haus voll Glorie schauet, wohl über alle Land“ stimmte Organist Klaus Linkel eingangs an. Von außen fällt die hochgotische Kirche über dem Ampertal schon von weitem ins Auge. Nach den erfolgreich abgeschlossenen Renovierungsarbeiten wurde den Gläubigen nun das blitzblank aufpolierte Innere präsentiert. Beleuchtung, Lautsprecheranlagen und Elektroleitungen wurden erneuert, die Heizung läuft sparsamer.

Blitzblank aufpoliert präsentiert sich das Wenger Gotteshaus. Die Gläubigen sind froh, dass sie ihre Kirche endlich zurückhaben.

Allen, die dafür gesorgt hätten, dass die Arbeiten im vorgesehenen Zeitplan fertig geworden seien, wolle er seinen Dank aussprechen, sagte Pfarrer Stefan Menzel vor Beginn des Konzerts. Und damit waren wohl in erster Linie die Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates gemeint. Was vertrage ein Gotteshaus besser als Musik, so Menzel weiter. Sein Dank ging deshalb in gleichem Maße an die Frau, die das schöne Benefizkonzert zugunsten der Kirche so wunderbar vorbereitet hatte: Renate Selmeier. Eigens für den Anlass habe sie einen Chor gegründet, erzählt die Musiklehrerin und Organistin aus Weng. Einen Generationenchor, denn bekanntlich verbindet die Musik Jung und Alt. Der Wenger Kinder- und Kirchenchor war mit von der Partie, aber auch Eltern und Großeltern der Kinder.

Mit einem rhythmischen Lied von Kathi Stimmer-Salzeder eröffnete der Chor den stimmigen Abend. Flöten-, Gitarren- Klavier- und Geigenschüler hatten teils klassische Stücke einstudiert, wie etwa den Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel. Aber auch ganz traditionelle Folklorestücke wie „El condor pasa“ oder „la cucuracha“ standen auf dem Programm. „Wir sind ein Stern“ sang der Generationenchor.

Zum Ende des Konzertes erklang das weihevolle „Guten Abend, gute Nacht“ nach Johannes Brahms. Doch da war der Abend noch längst nicht zu Ende. Nach stürmischen und langanhaltenden Applaus, den das begeisterte Publikum auf Anraten ihres Pfarrers erst ganz zum Schluss spendete, traf man sich noch am Kirchenvorplatz zu Wein und Brot. Mit diesen klassischen Speisen wurde das Benefizkonzert kulinarisch abgerundet. Die Kinder durften natürlich auch ein Glas mit rotem (unvergorenem) Traubensaft in den Händen halten.

Noch bis weit in den Sommerabend hinein genoss man das laue Lüfterl, das dem Abend noch die Krone aufsetzte. Am Sonntag wurde der erste Gottesdienst in der neu renovierten Kirche gefeiert. Auch da waren die Kirchenbänke bis auf den letzten Platz gefüllt. Maria Martin

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