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Ein mitreißendes Konzert lieferte der Asamchor unter der Leitung von Thomas Hofstetter im Schafhof ab.

Vollbesetzter Schafhof

Freisinger Asamchor sorgt für mitreißendes Sommerkonzert

Freising - Als ein Höhepunkt im musikalischen Leben der Domstadt gilt das alljährliche Sommerkonzert des Asamchors Freising. Zu Recht. Am Samstag lud das Ensemble auf den Schafhof. Und trotz kühler Witterung ließen sich viele Freisinger das Konzert nicht entgehen.

Die Klangreise führte von der Romantik bis in die Gegenwart. Drei Hexen hatten sich noch vor Beginn der Veranstaltung, die unter dem Motto "Zauber der Nacht - Sommerlust" stand, auf den Schafhof „geblockst“. Wohl weniger um Blitz und Donner anzukündigen, als vielmehr auf die folgenden Klanggenüsse hinzuweisen. Kein geringerer, als William Shakespeare stand nämlich Pate für das „Double, double Toil and Trouble“. Mit dieser lautmalerischen Shakespeare-Vertonung aus der Feder des zeitgenössischen Komponisten Jaakko Mäntyärvi bot der Asamchor einen idealen Einstieg in das gut zweistündige Konzert. Tief romantische Atmosphäre verströmten im Anschluss zwei Sätze aus Camille Saint-Saens Cellokonzert in a-Moll. Solistin Oriane Grandjean ließ hier ihr Instrument fein nuanciert ertönen. Die vom Vokalensemble gemeinsam interpretierten Lieder von Josef Gabriel Rheinberger und Johannes Brahms kamen voller Verve. Jasmin Kohlrausch (Sopran), Roswitha Wildgangs (Alt), Markus Türk (Tenor) und Thomas Hofstetter (Bass) meisterten die verschiedenen Tonhöhenstimmen vortrefflich. Mit dem Chorgesang „In stiller Nacht“ von Johannes Brahms und „Sleep“ von Eric Whitacre ging es entspannt in die Pause. Träumen durfte man danach mit geschlossenen Augen bei den beiden wunderschönen Stücken „Northern Lights“ und „Varen kom en Valborgsnatt (Der Frühling kam in der Walpurgisnacht) sowie vier Liedern von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Rhythmisch und mitreißend wurde es zum Schluss mit der Paul McCartney Komposition „Blackbird“ , dem Traditional „Witness“ in einem Arrangement von Jack Halloran sowie dem „Battle of Jericho“, bei dem der Asamchor nochmals die ganze Klangfülle seines Könnens präsentierte. Das mitreißende und anspruchsvolle Konzert stand unter der Gesamtleitung von Thomas Hofstetter. Der Asamchor wurde von Thomas Noichl am Klavier begleitet. Am Ende der „Klangreise“ bedankte sich das Publikum im vollbesetzten Tonnengewölbe des Schafhofes mit tosendem Beifall.

Maria Martin

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