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Hebweih für das Freisinger Backhaus: Patrick Romer dankte allen Helfern von der weißen Bank aus.

Alte Tradition frisch aufgebacken

Backhaus nimmt Konturen an

Freising - Sich treffen, austauschen und dabei gemeinsam Brot backen – hört sich ungewöhnlich an, hat aber anderenorts eine lange Tradition. Bald auch in Freising.

Viele Hände machen schnell ein Ende. Unter diesem Motto hat sich ein Kreis freiwilliger Helfer daran gemacht, auf einem direkt neben der Volkshochschule gelegenen Grundstück ein Backhaus zu errichten. Binnen kürzester Zeit ist so ein stattlicher Rohbau entstanden. Heute wurde Hebweih gefeiert.

Vereinsvorsitzende Patrick Romer dankte ausdrücklich allen, die beim Bau des Backhauses mitgewirkt hatten, allen voran der Stadt Freising, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte. Romer betonte auch, dass die Vhs, respektive deren Leiter Oliver Dorn, der Idee von Anfang an wohlwollend gegenübergestanden habe. Vor drei Jahren war der Gedanke aufgekommen, in Freising ein solches Backhaus zu errichten.

„Jeder bringt seinen Teig mit. Bis das gute Brot gebacken ist, kann man zusammensitzen und ratschen“, erklärte Romer den knapp 50 Besuchern beim Richtfest das Grundprinzip. Der Vereinsvorsitzende, der spontan auf eine weiße Holzbank stieg, um sich besser Gehör zu verschaffen, betonte, dass man zur Verkleidung ganz bewusst alte Steine aus einem Abbruchhaus in der Stadt verwandt habe. Die Marschroute sei gewesen, nichts wegzuwerfen und selbst aussortierte Steine aufzuheben.

Ziel des Vereins, der mittlerweile über 50 Mitglieder zählt: einerseits die Tradition zu beleben, sich sein Brot selbst zu backen, andererseits „Menschen zusammenzubringen“, wie Romer betonte. Die Inbetriebnahme zum Beginn des „Zsamma-Festival“ habe sich in diesem Zusammenhang angeboten.

Romer verriet auch ein paar Details: Befeuert wird der zweistöckige Backofen ausschließlich mit Holz. Er erreicht eine Betriebstemperatur von bis zu 400 Grad und ist gleichermaßen für Brot und Semmeln geeignet.

Alexander Fischer

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