Galaball war eine mitreißende Zeitreise

Freising - Charleston, Lindy Hop und Shimmy feierten ein Revival. Beim Galaball der Tanzschule TWS Move am Samstag war fast alles auf 20er-Jahre getrimmt. Auch die Hutmode und die wippenden Federn, die sich die Damen in die kunstvolle Frisur gesteckt hatten.

Es war, da hatte TWS-Chef Jonathan Bartek nicht zu viel versprochen, eine „Reise in eine andere Zeit“. Die Formationen und Tanzlehrer der TWS taten in ihren Einlagen auch alles, damit man sich in die „Goldenen 20er“ zurückversetzt fühlen konnte.

Vor allem die Mitternachtsshow als Höhepunkt der Ballnacht war ein tänzerischer und optischer Genuss: Im „Tanzcafe“ tischten kokette Bedienungen auf, während Solopaare oder ganze Formationen perfekte Choreografien fast vergessener Tänze darboten: Da war der fröhliche Lindy Hop, der elegante Peabody, der schmachtende Boston, der rasante Tap Dance oder auch der lustige Shimmy, die allesamt in einen famosen Charleston mündeten. Unweigerlich, so zeigte ein Blick in die fast ausverkaufte Luitpoldhalle, zauberten Musik und Tänze ein Lächeln auf die Gesichter.

Galaball der Tanzschule TWS Move

Galaball der Tanzschule TWS Move

Doch auch schon in den vier Stunden zuvor wurde das Publikum auf eine Zeitreise in die Vergangenheit mitgenommen. Das begann mit den acht Debütantenpaaren, die mit ihrem Kürstück, den „Persischen Märschen“ von Franz Johann Strauß, die Ära der Wiener-Walzer-Herrlichkeit aufleben ließen. Und es ging weiter mit den TWS-Kids: Die hatten in großer Formation, passend zum Motto des Balls, eine perfekte Hutshow einstudiert, waren aber auch mit Zumba und dem Trendtanz des Jahres 2012, dem Gangnam Style von Psy, hochaktuell. Ein bis zwei Tanzrunden konnten die Ballbesucher zu Klängen von „easyx“ jeweils genießen, dann folgte schon der nächste Auftritt: Die Rock’n’Roller der Gruppe „Fly’n’Dance“ begeisterten mit ihrer extra für den Abend einstudierten Show.

Nach Gardemarsch, Prinzenwalzer und Showteil der Freisinger Narrhalla führte das Münchner Tanzpaar Lala und David vor, was Tango Argentino an Leidenschaft, der Melonga an schnellen Schrittfolgen und der Charleston an Variationen zu bieten hat. Staunen und Begeisterung machte sich in der Halle breit, als die Geisenfelder Garde das Parkett und die Herzen der Ballbesucher im Sturm eroberte: Von der TWS trainiert, legten zehn hübsche Gardegirls einen Can Can hin, der sich nur so gewaschen hatte. Zu Chanson-Klängen, „Fever“ und „Lady Marmelade“ gab’s getanzte Erotik pur mit großer Ausstrahlung. Wenn überhaupt, dann wurde das nur von der TWS-Mitternachtsshow getopt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Strahlendes Gesamtkunstwerk im Freisinger Dom
Ein wohl temperiertes Dom-Orchester und ein präziser Dom-Chor führten Schuberts Spätwerke „Messe N. 6 Es-Dur D.950“ und das „Offertorium Intende voci D. 963“  Freisinger …
Strahlendes Gesamtkunstwerk im Freisinger Dom
Döner darf nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot verärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“
Was genau ist ein Döner? Das hat ein Reinheitsgebot klar definiert. Positiv für Kunden - ärgerlich für die Kebab-Verkäufer. Denn die stehen nun vor einem Problem.
Döner darf nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot verärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“
Statistik über Job-Zufriedenheit: “Ich finde die Zahlen erschreckend“
Sie war Deutschlands erste Herzlichkeitsbeauftragte: Beim Unternehmertag erklärte Mahsa Amoudadashi, wie sich Begeisterung übertragen lässt – etwa, indem Fehler gefeiert …
Statistik über Job-Zufriedenheit: “Ich finde die Zahlen erschreckend“
Freising: Bedroht Minister Scholz unsere Burschenvereine?
Bundesfinanzminister Olaf Scholz will Männer-Vereinen, die keine Frauen aufnehmen, die Gemeinnützigkeit aberkennen. Der Vorstoß wird heiß diskutiert, denn er hätte …
Freising: Bedroht Minister Scholz unsere Burschenvereine?

Kommentare