„Freisinger Mitte“ heißt die neue Fraktion, die nun mit neun Stadträten vertreten ist: Maria Lintl, Tobias eschenbacher, Hans Hölzl, Ricarda Schindler, Florian Notter, Reinhard Fiedler, Ludwig Kropp, Anton Frankl und Oliver Pflüger. Foto: fkn

"Freisinger Mitte" ist jetzt die stärkste Fraktion

Freising - Die neue Kraft im Freisinger Stadtrat hat nun einen Namen: Für „Freisinger Mitte“ - FSM - haben sich am Montagabend die acht Stadträte, die zum 1. September aus der CSU-Fraktion ausgeschieden sind, entschieden. : Die „Freisinger Mitte“ ist nun die stärkste Fraktion.

Zum Fraktionssprecher wurde der frühere CSU-Fraktionschef Tobias Eschenbacher gewählt, seine Stellvertreter sind Florian Notter und Hans Hölzl. Und: Die Freisinger Mitte ist ab sofort auch die stärkste Fraktion im Stadtrat, nachdem sich auch die bisherige Grünen-Vertreterin Ricarda Schindler der neuen Gruppierung angeschlossen hat. Die Freude der Grünen darüber, bayernweit einzigartig als stärkste Fraktion in einem Kommunalparlament vertreten zu sein, währte also nicht einmal zwei Wochen: Mit dem Wechsel der 25-jährigen Schindler, die 2008 erstmals in den Stadtrat gewählt wurde und seitdem im Hauptausschuss saß, sind die Grünen mit nur noch acht Mitgliedern im Stadtrat vertreten. Die Freisinger Mitte hat sie nun mit neun Stadträten wieder überholt. Eschenbacher kommentierte diese Entwicklung gegenüber dem Freisinger Tagblatt so: „Das ist schon Wahnsinn. Daran sieht man, dass grundsätzlich parteipolitische Interessen auf der Ebene der Kommunalpolitik wegbrechen.“ Und genau auf diese Entwicklung will auch die die neue Freisinger Mitte reagieren: Man sei eine rein kommunalpolitisch ausgerichtete und speziell Freisinger Kraft, man wolle „keine parteipolitischen Verstrickungen mit anderen politischen Ebenen haben“, so heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel sei es, die Politik transparent zu machen und den Bürgern die Möglichkeit zu geben, mitzumachen. Und weiter: „Der Name steht für die starke Orientierung an der Stadt Freising und gleichzeitig für eine politisch-gesellschaftliche Plattform der Mitte, die nicht spalten, sondern integrieren möchte. Die Freisinger Mitte will Politik für die Bürger Freisings greifbar und begreifbar machen und den Interessenten einen transparenteren Einblick in die kommunalpolitische Arbeit ermöglichen.“ Da sich in den vergangenen Tagen bereits ein breites Interesse an der Arbeit der neuen Fraktion gezeigt habe und viele ihre Unterstützung zugesagt hätten, sei laut Pressemitteilung auch die Gründung eines Vereins geplant, „der die Möglichkeit der Information und Teilhabe an der Politik der Freisinger Mitte ermöglichen wird, ohne sich parteipolitisch festlegen zu müssen“.

Kein Thema sei am Montagabend gewesen, so Eschenbacher auf FT-Nachfrage, ob man für die OB-Wahl 2012 ihn als Kandidaten ins Rennen schicken werde. „Das wird allerdings noch ein Thema werden“, kündigte Eschenbacher an. Er wolle hier aber mit keiner Stellungnahme der Fraktion vorgreifen. Nicht geredet habe man auch über die Verteilung der Referentenposten im Stadtrat: Wie berichtet, steht der neuen Gruppierung gemäß ihrer Fraktionsstärke eigentlich einer der beiden Referentenposten der jetzt nur noch dreiköpfigen CSU-Fraktion zu. Aber, so bekräftigte Eschenbacher gestern: „Wir werden nicht darauf bestehen“, dass entweder Erich Irlstorfer als Referent für Erholung und Bäder oder Kulturreferent Hubert Hierl seinen Posten abgibt.

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