Mit bunten Aushängen machten die Schülerinnen und Schüler der Realschule Gute Änger ihrer Freude über die Rückkehr zum Präsenzunterricht sichtbar. Jetzt bietet Schulleiterin Ursula Zitzelsberger Sommerkurse in den großen Ferien an. Wissenslücken sollen geschlossen und soziale Bande wieder gestärkt werden.
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Mit bunten Aushängen machten die Schülerinnen und Schüler der Realschule Gute Änger ihrer Freude über die Rückkehr zum Präsenzunterricht sichtbar. Jetzt bietet Schulleiterin Ursula Zitzelsberger Sommerkurse in den großen Ferien an. Wissenslücken sollen geschlossen und soziale Bande wieder gestärkt werden.

Initiative des Kultusministeriums

Keine Nachteile wegen Corona: Freisinger „Summer School“ will Lernlücken schließen und Gemeinschaft stärken

  • Magdalena Höcherl
    VonMagdalena Höcherl
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Um coronabedingte Lerndefizite aufzuholen, hat das Kultusministerium eine Initiative gestartet. An einer Freisinger Realschule arbeitet man mit Feuereifer an der „Summer School“.

Freising – Die Sommerferien stehen vor der Tür, das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. „Es war ein turbulentes Jahr mit viele Ausfällen und sozialen Entbehrungen“, sagt Ursula Zitzelsberger, Schulleiterin der Realschule Gute Änger in Freising. „Die Corona-Pandemie hat leider dazu geführt, dass man einige Schüler fachlich verloren hat, aber auch, dass sich Schülerinnen und Schüler nicht mehr so stark mit ihrer Schule identifizieren können.“ Um dem entgegenzuwirken, stellen Bund und Länder Millionen Euro an Fördergeldern für sogenannte „Summer Schools“ bereit – damit im Herbst der Start ins neue Schuljahr so reibungslos wie möglich gelingt.

Projekt basiert auf zwei Säulen

Die Initiative des bayerischen Kultusministeriums nennt sich „gemeinsam.Brücken.bauen – Förderprogramm zum Ausgleich pandemiebedingter Nachteile für Schülerinnen und Schüler“. Alle Schulen sind dazu angehalten, daran teilzunehmen. Das Ganze basiert auf zwei Säulen: Zum einen sollen Wissenslücken geschlossen und zum anderen soziale Bande wieder gestärkt werden.

Ursula Zitzelsberger und ihr Team von der Realschule Gute Änger stecken mitten in den Vorbereitungen für die Sommerkurse. Ihnen ist es „ein echtes Anliegen“, die rund 700 Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich zu unterstützen. Daher haben sie ein buntes Angebot zusammengestellt – freiwillig, kostenlos und individuell buchbar.

„Das ist schon eine kleine Herausforderung“

Die Kurse, die die Kinder auf Empfehlung der Klassenleitung wählen sollen, wollen nicht nur die entsprechenden Kompetenzen vermitteln, sondern auch Freude bereiten, betont die Rektorin. „Schließlich findet das Ganze in den Ferien statt. Das ist schon eine kleine Herausforderung.“

Konkret bedeutet das: Die Woche von 2. bis 6. August steht unter dem Motto „Für uns“: Auf dem Plan stehen täglich zwischen 10 und 14 Uhr überwiegend Gemeinschaftsaktivitäten und Workshops für alle Altersgruppen, aber auch Förderkurse in den Hauptfächern.

In der „Startklar“-Woche vom 6. bis 10. September werden hauptsächlich Förderprogramme in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie dem jeweiligen Profilfach angeboten. Themen und Inhalte werden geübt und intensiviert, zudem gibt es Sportkurse, Theaterworkshops und Kunstwerkstätten. „Ein paar Eltern organisieren zum Beispiel einen Backkurs, es gibt ein Tanz-Training, eine Mutter zeigt, wie man Roboter programmieren kann“, zählt Zitzelsberger auf.

Eltern, Studierende, Künstler und Sportler bringen sich ein

Doch nicht nur Erziehungsberechtigte bringen sich ein, sondern auch ältere beziehungsweise ehemalige Schülerinnen und Schüler, Studierende, Künstler oder Trainer von lokalen Sportvereinen. „Es ist ja oft auch viel wirksamer, wenn ein älterer Schüler etwas erklärt als der Mathelehrer“, so die Erfahrung der Schulleiterin, die selbst einen Sohn in der neunten Jahrgangsstufe hat. Die Inhalte der Fachkurse werden durch die Hauptfachlehrer im Vorfeld mit den Tutoren besprochen, damit jedes Kind ausgewähltes Übungsmaterial erhält. Gearbeitet wird in Kleingruppen, um intensiv und individuell zu üben.

„Der bürokratische Aufwand ist enorm, aber das ist es uns wert“, betont Ursula Zitzelsberger. Was sie besonders freut: „Es ist fantastisch, wie viel Mühe sich die ganze Schulgemeinschaft mit der Summer School gibt. Ich hoffe, dass viele unserer Schülerinnen und Schüler dieses tolle Angebot annehmen.“

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