So wertvoll kann Wasser sein: Unter der strengen Aufsicht von Mario Schäfer, technischer Leiter der Staatsbrauerei Weihenstephan, und Josef Bachhuber von der Brauerei Aldersbach gehen 5000 Liter Weihenstephaner Wasser auf die Reise. fkn

Freisinger "Weih-Wasser" für das Bayern-Bier

Freising - 50 Hektoliter reinsten Weihenstephaner Wassers wurden in den Tank gepumpt, den der blaue Lastwagen aus Niederbayern auf seiner Ladefläche hatte. Diese 5000 Liter sind die Basis für ein einmaliges Stück in der weltweiten Braugeschichte, an dem auch die Staatsbrauerei Weihenstephan mitschreibt.

Für die Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“, die anlässlich des 500-jährigen Bestehens des Reinheitsgebotes am 29. April im niederbayerischen Kloster Aldersbach eröffnet wird, haben sich zwölf Klosterbrauereien aus allen Teilen des Freistaates zusammengeschlossen - und Weihenstephan ist mit dabei.

Aus ihrem Wasser entstehen nun zwei eigens für die Landesausstellung gebraute Biere. „Wir möchten zu diesem besonderen Anlass zwei Biere präsentieren, wie sie auch vor 500 Jahren und somit zur Zeit der Einführung des Reinheitsgebotes in den Klöstern gebraut worden sein könnten“, sagt Peter Wagner, der Braumeister der Brauerei Aldersbach, wo am Mittwoch, 3. Februar, die beiden Sude eingemaischt werden.

Gebraut werden zwei Biertypen, wie sie auch an den mittelalterlichen Klöstern üblich waren: das Konventbier, das dem Abt, seinen Mitbrüdern und hochgestellten Besuchern vorbehalten war, sowie das Pfortenbier, das aus einem Nachguss mit Wasser auf die Trebern nach dem Ablauf der Vorderwürze gebraut und von den Bediensteten des Klosters sowie den Besuchern an der Pforte getrunken wurde. Nach dem Einmaischen werden die Biere dann langsam heranreifen, ehe das erste Fass zur Eröffnung der Landesausstellung am 29. April angezapft wird.

Mario Schäfer, technische Leiter der Staatsbrauerei Weihenstephan, ist aber jetzt schon überzeugt: „Das werden zwei ganz außergewöhnliche Biere.“ ft

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