Freisings Geschäftswelt befürchtet Umsatzeinbrüche  

Schreckgespenst Innenstadtumbau

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Straßensperrungen, Probleme bei der Anlieferung, weniger Kundschaft: Bei einigen Geschäftstreibenden geht die Angst vor dem Innenstadtumbau um. Die Stadt hält mit Informationsarbeit dagegen.

Freising– Die Freisinger Innenstadt durch den Umbau vital zu erhalten und für die Zukunft fit zu machen: Das ist das erklärte Ziel der Innenstadtkonzeption. Dass bei solchen Baumaßnahmen, wie sie nun im Bereich der Hauptstraße und der Nebengassen anstehen, Behinderungen und Einschränkungen für die Anwohner und Geschäftstreibenden nicht zu vermeiden sind, weiß man bei der Stadt sehr gut. Und man bemüht sich, um die Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Wolfgang Schnell ist trotzdem besorgt und hat sich mit einem langen Brief an die Aktive City Freising gewandt, auf zahlreiche Probleme und drohende Umsatzeinbußen bei den Geschäften verwiesen: Wenn die Obere Hauptstraße komplett gesperrt werden muss, wie soll dann die An- und Ablieferung mit den Lkw erfolgen, wie kommen die Müllautos durch, wie die Kunden zu den Läden? Da gebe es nur das „Schlupfloch“ über die Ziegelgasse (von der Kammergasse ab) bis zum Oberen Graben und dann die Kochbäckergasse. Das könne es ja wohl nicht sein. „Wir erwarten hierzu Ihre Vorschläge und Entscheidungen, denn wir müssen weiterexistieren. Einen enormen Umsatzverlust werden wir zusätzlich verkraften müssen“, schreibt Schnell, der Senior von Schreibwaren Wölfle. Auf keinen Fall „wollen wir noch einmal eine solche Katastrophe erleben wie beim Papstbesuch“, als ausgerechnet am Schulanfangstag die Überquerung der Hauptstraße stundenlang nicht möglich gewesen sei.

Nicht die Aktive City hat nun auf den Brief geantwortet, sondern die Stadt in Person von Pressesprecherin Christl Steinhart: Generell gelte, dass die Obere Hauptstraße aus Sicherheitsgründen und für eine zügige Durchführung der terminlich knapp bemessenen Spartenarbeiten für den allgemeinen Verkehr „temporär, also zeitweise gesperrt“ werden müsse. Klar sei aber auch, und das sei bereits öffentlich kommuniziert worden, „dass alle Geschäfte jederzeit erreichbar sein werden“, betont Steinhart. Die Frage der Zufahrt von Müllabfuhr und Lieferverkehr sowie nicht zuletzt von Feuerwehr und Rettungskräften werde in Absprache und Planung mit den Baufirmen gelöst, versichert die Pressesprecherin der Stadt.

Steinhart verweist auch auf die kommende Infoveranstaltung am Mittwoch, 15. März, im Oberhaus des Lindenkellers (18.30 Uhr). Für die Anwohner der Oberen Altstadt fänden zudem im März zwei weitere, nichtöffentliche Veranstaltungen statt, bei denen die zu erwartenden Einschränkungen erläutert würden und Gelegenheit für konkrete Rückfragen bestehe. Zudem könne man sich zwischen dem 14. und 18. März (jeweils von 10 bis 12 Uhr) im Oberhaus des Lindenkellers die Pläne ansehen und die anwesenden Vertreter von Stadtverwaltung und Aktiver City Freising mit den Befürchtungen konfrontieren oder eigene Anregungen vortragen. Zum Baubeginn würden dann noch bauabschnittsweise aktuelle Informationen für die Anwohner und Eigentümer erfolgen. Und dann gebe es noch alle relevanten Infos im Internetauf https://innenstadt.freising.de.

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