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Kreisbrandrat Manfred Danner und Kreisbrandmeister Alexander Littel wünschten der neuen Führung mit Andreas Leitenberger, Markus Pöschl, Jürgen Götz, Andreas Ziegltrum und Daniel Mast viel Erfolg. Auch Bürgermeister Sebastian Mair (v. l.) gratulierte. 

Freiwillige Feuerwehr Oberhaindlfing zieht Bilanz

Aufbruchstimmung

Umbruch bei der FFW Oberhaindlfing. Mit neuer Führungsmannschaft, neuem Beitragssystem und neuer Motivation startet die Ortswehr in eine neue Ära. Hauptaugenmerk gilt künftig den aktiven und passiven Mitgliedern.

OberhaindlfingIm Mittelpunkt im Gasthof Geltl standen die Neuwahlen. Diese waren nötig geworden, weil Erwin Eberwein am 25. Mai 2016 seinen Rücktritt vom Amt des zweiten Kommandanten erklärte. Weil auch der langjährige Kassier Ludwig Schwaiger aufgrund von Krankheit sein Amt zum Jahresende niederlegte, entschloss man sich, das komplette Führungsteam neu zu wählen. Bei der geheimen Wahl wurde der 29-jährige Daniel Mast als Kommandant wiedergewählt, der 31 Ja-Stimmen bei 40 Wahlberechtigten auf sich vereinte. 35 Ja-Stimmen bekam der 45-jährige Jürgen Götz als neuer „Vize“, der bisher bereits als Schriftführer der Führung angehörte.

Dank guter Vorbereitung hatte Bürgermeister Sebastian Mair als Wahlleiter leichtes Spiel. Ebenso bei der Wahl der Feuerwehrvereins, die per Hand erfolgte. Hier bleibt Daniel Mast ebenfalls Vorsitzender, neuer Stellvertreter ist Andreas Ziegltrum, neuer Schriftführer Markus Pöschl und neuer Schatzmeister Andreas Leitenberger. Letztgenannter hatte sich nach Schwaigers Rückzug bereits kommissarisch um die Finanzen gekümmert.

Wenig erbaulich waren die Zahlen des Kassenberichts, wobei das Minus von 4000 Euro mit Ausgaben für Jubiläum, Anschaffung von Kleidung und der Investition in einen WC-Wagen stammte. Derzeit umfasst die Wehr rund 100 Mitglieder, davon fast die Hälfte Aktive. Genaue Zahlen hierüber gibt es nicht. Doch das soll sich ändern. So soll Klarheit in der Mitgliederstruktur geschaffen werden, um den Aufgaben einer Wehr, aber auch einer organisierten Vereinsarbeit gerecht zu werden.

Die Lösung soll ein Auskunftsbogen bringen, der gleich allen Anwesenden ausgehändigt wurde. Hier soll jeder seinen Status selbst einschätzen, inwieweit er aktives oder passives Mitglied sein will. Aktive bleiben beitragsfrei, für passive Mitglieder, gerne auch Unterstützer, werden 15 Euro jährlich abgebucht. „Jeder wird nur passiv, wenn er es will“, sagte Schatzmeister Andreas Leitenberger. Ziel sei die „lückenlose Datenerfassung“.

Den Auftakt der Versammlung machten Berichte. Den Übungen standen insgesamt 13 Einsätze gegenüber. Neben technischen Hilfeleistungen bei Unfällen hat es auch mehrfach gebrannt – etwa eine Werkstatt, ein Lastwagen, eine Scheune und ein Haufen Unrat. „Ihr habt’s ja mehr Einsätze wie Übungen, das kommt normal nur bei den größeren Feuerwehren vor“, stellte Manfred Danner fest, der seine Aufwartung als frischgewählter Kreisbrandrat in Oberhaindlfing machte.

Interessant war diesmal der Punkt Anträge. Ein Mitglied monierte den Energieverbrauch im Feuerwehrhaus, weil die Heizung ab und zu „Vollgas“ laufe, einem anderen stieß sauer auf, dass ein Kamerad „mit dem größten Drecks-Gwand“ bei einer Straßensperrung kein gutes Bild für die Feuerwehr abgegeben habe. Das aber soll sich künftig ohnehin ändern, da die Gemeinde Wolfersdorf nach Absprache mit den Wehren ihre rund 140 Kameraden mit neuen Einsatzkleidung ausrüstet.

Martin Hellerbrand

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