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Reger Andrang herrschte bei der Eröffnung der Haindlfinger Milchtankstelle. Für Karl Schredl (l., mit Nichte Magdalena) und Franz Schredl gab es viel Lob – auch von einer der ersten Kundinnen, Janine Hummel.

Eröffnung

Frischer Sprit aus dem Kuhstall: Neue Milchtankstelle in Haindlfing

Haindlfing - Es sieht fast aus wie ein gewöhnlicher Getränkeautomat, aus dem man Cola, Limo oder Wasser kaufen kann. In Wahrheit ist es aber eine Milchtankstelle („Muichtankstelle“), die am Sonntagmittag in Haindlfing eröffnet wurde.

Die Idee dazu hatte Landwirt Franz Schredl junior, der einen Bauernhof mit Milchkühen direkt neben dem Milchautomaten besitzt. „Der Einfall kam mir, nachdem die Milchpreise, wie man in den Medien ja ständig mitbekommt, immer weiter nach unten gehen. Da bringe ich einen kleinen Teil meiner Ware lieber direkt an den Verbraucher – und das auch noch komplett unbehandelt.“

Einen Euro kostet ein Liter Milch am Automaten, der 24 Stunden am Tag zugänglich ist. Man kann entweder eigene Behälter mitbringen oder eine Glasflasche vor Ort kaufen, in die man die frische, gekühlte Rohmilch füllt. Die Milch kommt ausschließlich von den Milchkühen, die in Bauer Schredls Stall stehen und ist nicht vorbehandelt. Um das den Haindlfingern vorzustellen, wurde am Sonntag zur Eröffnung rund um das Häuschen mit der Milchtankstelle ein kleiner Biergarten mit Getränkeverkauf sowie Kaffee-und Kuchenstand aufgebaut. Der Erlös des Eröffnungstages spendete Franz Schredl zu 100 Prozent an die Elterninitiative Krebskranke Kinder.

Nicht nur von seiner sozialen Ader, sondern auch vom eigentlichen Projekt war das Dorf begeistert: Zahlreiche Familien kamen und begutachteten den Automaten.


Pascale Fuchs

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