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Einen großen Ansturm erlebt der Freisinger Wertstoffhof derzeit täglich. Offenbar entsorgen viele mit etlichen Möbeln und Pflanzen zugleich ihren Winterblues.  

Schönes Wetter sorgt für Ansturm

Frühjahrsputz im Landkreis: Auf den Wertstoffhöfen herrscht derzeit Hochbetrieb

Landkreis - Wertstoffhöfe gleichen momentan einem überrannten Kaufhaus im Winterschlussverkauf – nur andersrum: Jeder will seine Sachen loswerden. Verbraucher stürmen die Entsorgungshöfe und sorgen derzeit für frühjährlichen Hochbetrieb.

13 Uhr: Der Wertstoffhof in Freising öffnet. Die ersten Autos warten bereits am Eingang, um zum frühestmöglichen Zeitpunkt reinfahren zu können. Keine 20 Minuten vergehen, und der Betrieb läuft auf Hochtouren: Ein älterer Herr lädt aus seinem Kombi seinen halben Keller, ein junger Vater schmeißt eine zwei Meter hohe Palme in den Container. Kurzzeitig müssen die einfahrenden Autos sogar warten, bis neue Parkplätze frei werden. Die zuständigen Mitarbeiter weisen die oft etwas orientierungslosen Entsorger geduldig an die Container und lassen sich dabei auch nicht von der Hektik beeindrucken. „Madame, Sperrmüll!“, ruft einer der Angestellten über den Hof und hilft so einer Frau mit einem kleinen Schrank im Arm auf die Sprünge.

Der Andrang ist groß. Und das an einem Donnerstag. Wie soll das bloß an einem Samstag laufen? „Da kommen dann noch mal mehr, das ist schon noch mal eine andere Nummer“, berichtet einer der Mitarbeiter, und Jürgen Huber, Leiter des Wertstoffhofs in Freising bestätigt: „Die Monate März und April sind Zeiten des Hochbetriebs.“ Aber woran liegt das? „Ganz viele Leute bringen etwa ihren Gartenabfall zu uns“, erklärt Huber. „Die Leute haben halt Lust, umzupflanzen, das liegt bestimmt am besseren Wetter. Außerdem bringen die Leute auch viel Inventar, Sofas, Schränke.“ An sich sei das normal, nur in der Menge nicht. „Da zeigt sich schon so ein gewisser wetterbedingter Impuls zur Erneuerung.“ Das leuchtet ein: Der Winterblues soll entsorgt werden.

Übrigens: Wer in Freising zum Wertstoffhof will, sollte das tun, wenn andere noch faul sind, verrät Jürgen Huber: „Ich empfehle Samstagvormittag, zwischen 9 und 10 Uhr. Da frühstücken die meisten, oder schlafen noch.“

Nicht nur in Freising ist derzeit die heiße Phase ausgebrochen: Auch in Eching und Moosburg bleibt den Mitarbeitern kaum eine Atempause: Beim Anruf des FT heißt es, dass es derzeit während der Öffnungszeiten schwierig sei, ausführlich Auskunft zu geben. „Bitte später wieder probieren, grad ist einfach zu viel zu tun!“

Lucas Sauter Orengo

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