LBV füllt Musterfutterstelle wieder auf

Goldach - Die „Snackbar“ im Goldachpark ist wieder eröffnet: Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat die Musterfutterstelle aufgefüllt. Und der Erlebnisraum an der Goldach ist nicht nur für Menschen eine Attraktion.

Auch viele Vogelarten - darunter der seltene Eisvogel - fühlen sich auf dem naturnahen Terrain sichtlich wohl. Kaum aufgefüllt, herrschte an der Futtersäulen reger Flugverkehr: Rotkehlchen, Stieglitze und ihre gefiederte Gesellen bedienten sich munter am „Fly in“. „Wir müssen die Vögel rechtzeitig vor Schnee und Frost zu den Futterstationen hinlenken“, erklärte Heinz Kotzlowski vom LBV Freising. Zugleich machte er darauf aufmerksam, dass heimische Vogelarten zunehmend weniger Nahrung finden. Grund: „Die Vögel brauchen blühende Pflanzen, wo sie Insekten als Nahrungsquelle und für die Aufzucht ihrer Brut finden“. Und die verschwinden sukzessive aus dem Landschaftsbild.

„Grün allein ernährt die Tiere aber nicht“. Mit seinen Ausführungen verband Kotzlowski die Bitte an die Gemeinde und Bevölkerung, Brachflächen und Areale am Rand von Grüngürteln möglichst mit Blumen einzusäen. „Da würden sie der Natur, speziell Vögeln und Fledermäusen etwas Gutes tun.“ Wer im heimischen Garten ein Vogelhäuschen aufstellt, dem legte Kotzlowski nahe, ausschließlich hochwertiges Vogelfutter zu verwenden.

Aufmerksam zugehört hat Wolfgang Reiland, Gemeinderat und Arbeitskreisleiter des Projekts „Goldachpark“: „Die Gemeinde freut sich sehr, dass der Park als Musterstandort ausgewählt wurde. Dies unterstreicht die Nachhaltigkeit des Goldachparks.“ Hellauf begeistert zeigte sich Reiland von einer Beobachtung, die die Jungornithologen Alexander (7) und Florian Zauner (10) gemacht - und im Bild festgehalten haben: Zwei Eisvögel haben sich im Park angesiedelt. Die Vogelart gilt aufgrund der schwindenden Lebensräume an Flüssen und Bächen in Europa als dezimiert. Dank der Bemühungen des LBV wuchs die Population in den vergangenen Jahren aber wieder.

Eisvögel bedienen sich, wie Florian erläuterte, zwar nicht an den Musterfutterstellen, finden aber in der Goldach und im Weiher ausreichend Kleinfische, Wasserinsekten oder Krebse.

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