Gutes Rad muss nicht teuer sein: Die 20 Asylbewerber in Fürholzen sind dank gemeindlicher Spende deutlich mobiler. af

Fundräder machen Asylbewerber mobil

Fürholzen - Die Gemeinde hat den in einem früheren landwirtschaftlichen Anwesen untergebrachten Asylbewerbern elf Fahrräder zur Verfügung gestellt - Fundräder, die der Bauhof repariert hat.

Elf Drahtesel stehen den 20 Asylbewerbern zur Verfügung. Es sind auch Damen- und Kinderräder darunter. Bürgermeister Rainer Schneider spendierte bei der Übergabe am Mittwoch noch die passenden Schlösser dazu.

„Räder sind gut für uns“, erklärte Hussadin Quasim. Der aus Pakistan stammende Asylbewerber spricht Englisch und tritt deshalb als Sprecher der Gruppe auf. Es zählen Iraker, Syrier und Afghanen dazu. Neben alleinstehenden Männern sind in dem Anwesen in Fürholzen auch Familien und Mütter mit Kindern untergebracht. Laut Schneider funktioniert das Zusammenleben. „Kein Problem“, beschrieb auch Quasim die Lage. Sprach es und holte sich eines der Fahrräder ab. „Das finde ich schön, da sind sie doch viel mobiler“, urteilte Irmgard Eichelmann. Die Sozialpädagogin betreut die Asylbewerber in Fürholzen im Auftrag des Landratsamtes. Auch wenn die Busverbindungen „gar nicht so schlecht“ seien, stellten Fahrräder doch eine Erleichterung dar. Nach Neufahrn direkt gingen nämlich keine Busse, verriet Eichelmann. Nur nach Eching und nach Freising.

Mit dem Rad sei es von Fürholzen aus dagegen relativ leicht, in den Hauptort zu kommen, erklärte Schneider. Gut sechs Kilometer sind es vom Asylbewerberheim zum Kurt-Kittel-Ring. Stellt sich bloß noch die Frage ob auch alle Fahrradfahren können. „Die meisten der Männer mit Sicherheit“, meinte Eichelmann.

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