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Volker Lippcke (SpVgg Mauern) gegen Dennis Müller (SpFVgg Gammelsdorf).

Fußball Journal Freising

Das ewige Duell: SpVgg Mauern gegen SpFVgg Gammelsdorf

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Das ewige Duell zweier Gemeindenachbarn gibt’s auch diesmal: zwischen der SpVgg Mauern und die FVgg Gammelsdorf. Die einen sind heuer beinahe aufgestiegen, die anderen scheiterten 2015 ganz knapp. Beide können an der Tabellenspitze ohne Weiteres wieder mitspielen.

Landkreis – Geschichte wiederholt sich. Nur mit anderen Namen. Die FVgg Gammelsdorf schwebte 2015 schon auf Wolke sieben – sie dominierte die Kreisklasse fast nach Belieben, gewann als Aufsteiger ein Spiel nach dem anderen – und dann kam der TSV Nandlstadt. In der 90. Minute erzielte der TSV damals den Ausgleich am letzten Spieltag. Statt in die Kreisliga aufzusteigen, musste Gammelsdorf in die Relegation. Dort war dann die Luft raus. Die FVgg blieb in der Kreisklasse.

Und ein Jahr später war es wieder Nandlstadt, die denfast sicheren Meister stürzten. Zwar trafen sie nicht direkt auf Mauern, machten aber ihre Hausaufgaben im Fernduell – sinnigerweise wieder gegen Gammelsdorf. Kurzum: Nandlstadt gewann, Mauern verlor. Der TSV in der Kreisliga, der SVM weiter in der Kreisklasse.

Gammelsdorf und Mauern: In den direkten Duellen scheppert es gut und gerne einmal, hunderte Zuschauer pilgern an die Sportplätze. Was die Klubs aber ihren Fans bieten, ist große Kreisklassen-Kunst. Rasanter Offensiv-Fußball (Mauern stellte in der vergangenen Saison die beste, Gammelsdorf die drittbeste Offensive) und vor allem gelebte Leidenschaft für das runde Leder. Heuer könnte es mit dem Aufstieg aber endlich klappen. Trainer Volker Lippcke hat zumindest die oberen Plätze im Visier: „Zu einem Aufstieg gehört mehr als eine gute Mannschaft“, sagt der Coach. Vorne mitspielen will er auf alle Fälle – aber dann muss man erst noch verletzungsfrei bleiben und eine große Portion Glück haben.

Ein erster Schritt ist getan: Die Mannschaft ist zusammengeblieben. „Das ist so ein geiler Haufen“, sagte Lippcke nach dem für ihn bitteren Saisonende. Und genau der Haufen muss noch an sich arbeiten – denn: Zu viele Fehler machte die SpVgg Mauern in der vergangenen Saison. Es schepperte ein paar Mal zu oft im eigenen Kasten. „Das hat aber nichts mit dem System zu tun. Wenn der Ball verspringt, ist es ein individueller Fehler“, sagt Lippcke. Zum Gemeindenachbarn Gammelsdorf hat er nicht viel zu sagen: „Das ist sicher eine gute Mannschaft, aber wir schauen auf uns.“ Die FVgg könne sicher vorne mitmischen – der verletzte Stefan Pichlmeier wird ihnen aber gewaltig fehlen, prognostiziert Lippcke. Die FVgg Gammelsdorf könnte den Widrigkeiten zum Trotz diesmal wieder näher an die Aufstiegsränge heranrücken. Die Mannschaft hat mit Leon Seifert und vier A-Jugendlichen Nachwuchspower bekommen – und mit Ernst Krumpholz einen Spielertrainer mit Landesliga-Erfahrung. Alles bereit für eine erfolgreiche Saison? Abteilungsleiter Erwin Pichlmeier ist zuversichtlich: „Wir peilen das obere Tabellendrittel an.“ Wichtig sei aber erst, dass der neue Trainer genügend Zeit bekommt, um die Mannschaft kennenzulernen – und da scheint er einen guten Job zu machen, wie Pichlmeier bestätigte: „Der ist beliebt bei den Jungs, hat sie vollkommen im Griff. Das passt!“ Krumpholz soll in Ruhe arbeiten können – selbst, wenn am Ende das Saisonziel verfehlt wird, sei das kein Problem: „Wichtig ist uns nur, eine ruhige Saison zu spielen“, sagt der Spartenchef.

Den Gemeindenachbarn Mauern schätzt er durchaus stark ein: „So wie ich das sehe, wird Mauern vorne dabei sein.“ Allerdings betont er auch die Abhängigkeit von Top-Stürmer Sascha Dörner: „Wenn der mal ausfällt, hat die SpVgg auch ein Problem.“ Im direkten Vergleich seien es meistens knappe Spiele gewesen – für einen Sieg gegen Mauern ist Gammelsdorf also immer gut. Und dann wird sich im Saisonverlauf zeigen, wer den längeren Atem und die größere Qualität in seinen Reihen hat.

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