Jahreshauptversammlung 

FW Hallbergmoos wollen öffentlich besser dastehen

Die Freien Wähler wollen ihr öffentliches Profil schärfen. Aus diesem Grund wurde beim Jahrestreffen nun die Vorstandschaft erweitert: Einstimmig wählten die Mitglieder Thomas Henning zum Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragten.

Hallbergmoos– Der 50-jährige Elektromeister ist Geschäftsführer eines ortsansässigen Unternehmens mit 20 Mitarbeitern, Vorsitzender des Feuerwehrvereins Hallbergmoos und auf dem politischen Parkett kein Unbekannter. Von 2002 bis 2008 war er Gemeinderat und Organisator des Kulturfests. Nun will er, wie er sagte, mit den Freien Wählern „neu durchstarten“. Sein Appell an die Mitglieder: „Vor uns liegt ein Haufen Arbeit. Ich bitte euch, dass ihr mir zuarbeitet.“

Die Freien Wähler haben, daraus machte man beim Jahrestreffen keinen Hehl, Federn gelassen: Einst stärkste Kraft und über lange Jahre mit der absoluten Mehrheit im Gemeinderat ausgestattet, ist die Fraktion auf vier „Einzelkämpfer“ zusammengeschrumpft. Nach der Kommunalwahl 2014 vertraten noch fünf Gemeinderäte die Freien Wählen. Nach dem Ausscheiden von Karla Cole und dem Nachrücken des – mittlerweile fraktionslosen – Karl-Heinz Zenker halten nun noch Heinrich Lemer, Martina Wilkowski, Josef Fischer und Bernhard Neumüller die Fahnen der FW hoch. Grundsätzlich kein Problem, wie Heinrich Lemer sagte, weil „fraktionskonforme Abstimmungen“ im Gemeinderat „eher selten sind“. Die 50-Jahr-Feier im zurückliegenden Jahr im Beisein von politischer Prominenz, darunter Landeschef Hubert Aiwanger, das Starkbierfest mit „Prediger“ Barnabas alias Gemeinderat Heinrich Lemer, politische Frühschoppen und ein Infoabend zur Straßenausausbaubeitragsatzung waren zuletzt wichtige Termine des Ortsverbands. Doch die Wahrnehmung der politischen Arbeit in der Öffentlichkeit lässt zu wünschen übrig, wie der stellvertretende Vorsitzende Georg Schu deutlich machte. Er vertrat beim Jahrestreffen den im Urlaub weilenden 1. Vorsitzenden Josef Fischer.

96 Mitglieder zählen die Freien Wähler aktuell. Einer der treuesten ist Leo Kindshofer sen.: Er ist seit 1974 Mitglied und, so Schu, „immer da, wenn man ihn braucht“. Für seine Verdienste erhielt der 77-Jährige, der auch zehn Jahre lang (1974 bis 1984) Gemeinderat war, nun die Ehrenmitgliedschaft.

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