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Möchte Ortschefin werden: Raimunda Menzel (l.) präsentierte jetzt ihr Wahlprogramm.

Kommunalwahl

Sie will erste Bürgermeisterin von Gammelsdorf werden: Raimunda Menzel präsentiert Wahlprogramm

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Sie wünscht sich ein Bürgerfest und fordert einen Zukunftsplan: Gammelsdorfs Bürgermeisterbewerberin Raimunda Menzel (ÜWG) hat ihr Wahlprogramm präsentiert.

Gammelsdorf – 1996 war Raimunda Menzel die erste Frau im Gemeinderat Gammelsdorf und nun möchte sie die erste Bürgermeisterin der Gemeinde an der Grenze zu Niederbayern werden. Die 54-Jährige stellte sich am Mittwoch im Gasthaus Pichlmeier in Gammelsdorf mit einer flammenden Rede vor. Vor vollem Haus warb sie mit den 16 Gemeinderatskandidaten der Überparteilichen Wählergruppe Gammelsdorf (ÜWG) um die Gunst der Bürger.

„Ich bin eine Gammelsdorferin und ich bin gerne Gammelsdorferin“, sagt Raimunda Menzel. Sie ist in dem Ort geboren und wirbt mit dem Slogan „Gammelsdorf im Herzen“. Mit ihrer Leidenschaft möchte sie anstecken und die Gemeinschaft stärken. Menzel will deshalb ein Bürgerfest einführen, bei dem im jährlichen oder zweijährigen Turnus alle Menschen aus dem Gemeindegebiet zusammen feiern. Sie erinnere sich noch gut an die 700-Jahr-Feier im Jahr 2013, „als wirklich alle da waren“.

Bürgermeisterwahl 2020 in Gammelsdorf: Menzel: „Stillstand ist Rückschritt“

Raimunda Menzel sagte, dass die mit 1500 Einwohnern kleinste Gemeinde des Landkreises Freising eine langfristige Philosophie brauche: „Wir müssen einen Plan entwickeln, wo wir in zehn oder 15 Jahren stehen wollen.“ Und sie macht deutlich, dass etwas passieren müsse, „denn Stillstand ist Rückschritt“.

Einen Fortschritt erwarten die Bürger vor allem bei der unendlichen Geschichte um den Radweg von Reichersdorf nach Gammelsdorf. „Ich werde mir in Gesprächen unvoreingenommen meinen Eindruck verschaffen“, versprach Menzel hierzu. Da auch der Landrat wechseln werde und der Landkreis beim Radweg im Boot sitze, sei die Basis für neue Gespräche gegeben.

Bürgermeisterwahl 2020 in Gammelsdorf: Verwaltungs-Expertin Menzel

Die 54-Jährige, die von 1996 bis 2008 zwölf Jahre Gemeinderätin war und nun seit elf Jahren ihren Arbeitsplatz in der VG Mauern hat, wirbt um die Wählergunst mit ihrer Verwaltungserfahrung und mit dem Versprechen, Gespräche in alle Richtungen zu führen. So sehe sie erhebliches Potenzial für die Bürger, wenn zusammen mit dem Landkreis Landshut ein Radweg nach Obermünchen gebaut werden könne und es dann die durchgehende Fahrrad-Verbindung von Gammelsdorf bis nach Landshut gebe. Mit dem niederbayerischen Nachbarn möchte sie auch Wege für Verbesserungen im Öffentlichen Personen-Nahverkehr finden.

Ein weiteres Ziel der Bürgermeister-Bewerberin ist ein Platz für Jugendliche. Sie bedauerte es, dass es heute keine Landjugend mehr gebe und die Mitgliedschaft in Vereinen immer mit Verpflichtungen verbunden sei. Hier sei eine Lücke entstanden, „weil die Jugendlichen einfach mal nur abhängen wollen“. Bei den Planungen für die Zukunft Gammelsdorf müsse ein solcher Treffpunkt gefunden werden.

Die Entscheidung über die Nachfolge von Paul Bauer fällt definitiv am 15. März. Denn mit Raimunda Menzel und ihrem Mitbewerber Uwe Penner stehen nur zwei Kandidaten zur Wahl.

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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