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Ein Bussi zur Krönung: Ihre Lieblichkeit Elisabeth II. und Prinz Christoph III. schlossen ihren Wiener Festwalzer mit einer filmreifen Kussszene ab.  

Inthronisation in Gammelsdorf

Hollywood in der Faschingshochburg

Es spielten sich filmreife Szenen ab beim Inthronisationsball in Gammelsdorf: Die Narrhalla bot zum Einstieg in die Faschingssaison 2018 ein durchweg anspruchsvolles und begeisterndes Showprogramm. Zu den Höhepunkten zählten der mit Spannung erwartete Tanz des Prinzenpaares und eine atemberaubende Aufführung der Showtanzgruppe.

Applaus ohne Ende: Die Garde begeisterte das Publikum in der Gammelsdorfer Turnhalle mit einem temperamentvollen Auftritt zur Musik von Johann Strauß II und Eduard Strauß.

Gammelsdorf – Hollywood ließ grüßen, als Christoph III. am Ende des Wiener Festwalzers von André Rieu seine Prinzessin liebevoll auf den Mund küsste. Den tosenden Applaus hatte sich das Paar mit ihrem bühnenreifen Auftritt redlich verdient. Der Faschingsprinz wirbelte ihre Lieblichkeit Prinzessin Elisabeth II. mit Verve herum. Seine Tanzpartnerin strahlte Eleganz und Grazie aus, alles wirkte, trotz Anstrengungen, leicht und locker. Ganz so als hätten Fred Astaire und Ginger Rogers Pate gestanden.

Das passte gut ins Bild einer rauschenden Ballnacht, die mit umjubelten Beiträgen der Kindergarde und den Showkids begann und in einer atemberaubenden Aufführung der Showtanzgruppe endete. Unter dem Motto „Arabian Nights“ brannte die Showtanzgruppe ein Feuerwerk aus Akrobatik und Anmut ab. In rote Pailettenkostüme gehüllte Körper türmten sich zu bis unter die Decke reichenden Figuren auf. Menschen flogen Salti schlagend durch die Luft. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt angelangt in der ausverkauften Gammelsdorfer Turnhalle.

Ein Hauch von 1001 Nacht: Die Showtanzgruppe sorgte gegen Mitternacht für den Höhepunkt des Inthronisationsballs 2018.

„Mehr geht nicht“, verriet Thomas Bauer, Pressesprecher der Narrhalla. Auf das bunte Treiben im Saal und in der Bar traf dies aber noch lange nicht zu. Noch dazu mischten sich die Tollitäten nach dem offiziellen Teil unters Volk. Sowohl Andrea I. und Christoph II. das Prinzenpaar der vergangenen Saison, als auch die neuen Regenten Elisabeth II. und Christoph III. feierten tüchtig mit. Selbst vor Selfies scheute man nicht zurück. Bezeichnend für eine Faschingshochburg, die ihren Namen nicht umsonst trägt.

Welchen Stellenwert die närrische Zeit in Gammelsdorf innehat, das zeigte sich bereits, als Bürgermeister Paul Bauer bereitwillig den Rathausschlüssel und damit auch das Zepter der Regentschaft an das neue Prinzenpaar übergab. „Jetzt schau’n wir mal, ob euch der Bürgermeister den Schlüssel fürs Rathaus anvertraut“, tönte Hofmarschall Georg Beer bei der Amtseinführung des neuen Gammelsdorfer Prinzenpaares.

Bauer ließ sich nicht lange bitten. Zwei Gardemädchen geleiteten ihn auf die Bühne. Dort kündigte er den Beginn der fünften Jahreszeit an – „auf die wir in Gammelsdorf so sehnsüchtig warten.“ Die Monarchie in Bayern sei zwar hundert Jahre vorbei, aber jetzt habe man zumindest fünf Wochen einen Prinzen in Gammelsdorf, erklärte der Bürgermeister. Begleitet von Jubel und Applaus überreicht Bauer dann den Rathausschlüssel. Nicht ohne dem Prinzen, der Mitarbeiter in der VG ist, einen Tag Sonderurlaub in Aussicht zu stellen.

Alexander Fischer

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