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Viel Positives konnte Bürgermeister Paul Bauer bei der Gammelsdorfer Bürgerversammlung am Donnerstag im Gasthaus Pichlmeier verkünden.

Gute Nachrichten bei der Bürgerversammlung

"Kein Aprilscherz": Gammelsdorf ist schuldenfrei

Gammelsdorf - Eine durchweg positive Bilanz zog Bürgermeister Paul Bauer bei der Bürgerversammlung in Gammelsdorf: Er hatte zahlreiche Erfolgsmeldungen zu verkünden.

Mit Stolz in der Stimme verkündete Bürgermeister Paul Bauer, dass Gammelsdorf seit dem 1. April 2016 schuldenfrei sei – und fügte hinzu: „Das ist kein Aprilscherz!“ Trotz zahlreicher Investitionsmaßnahmen konnte der Schuldenberg der Gemeinde 2015 um 90.000 Euro abgebaut werden. „Zum Jahresende belief sich der Stand auf 10.000 Euro“, gab Bauer bekannt. Dieser Betrag wurde im ersten Quartal jedoch erfolgreich getilgt. Die anwesenden Bürger bedankten sich bei ihrem Bürgermeister mit einem ordentlichen Applaus.

Einen Zeitraum für den geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt durch Gammelsdorf konnte Bauer ebenfalls nennen. Von September bis Oktober werden die dafür vorgesehenen Bauarbeiten durchgeführt. „Von der Abzweigung nach Gelbersdorf bis hin zur Abzweigung zum Sportplatz muss die oberste Fahrbahnschicht abgefräst und erneuert werden“, erklärte Bauer. Von dort bis hin zum Wertstoffhof sei dann ein Vollausbau erforderlich. 

Der Bürgermeister hofft auf einem reibungslosen Ablauf der Baumaßnahmen, bat die betroffenen Bürger aber um Verständnis für die zwangsläufig „mehr oder weniger großen Verkehrsbehinderungen“. Er versicherte, dass die Straße „halbseitig immer befahrbar sein wird“ und erwarte innerhalb der zwei Monate keine Komplikationen. An den Kosten für den Straßenausbau müssen sich die Anlieger nicht beteiligen: Da es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine Kreisstraße des Landkreises Freising handelt, wird der Ausbau auch über den Landkreis finanziert.

Mehr sauberer Strom produziert als verbraucht

Die Planungen für das neue Baugebiet „Fahrtfeld“ laufen auf vollen Hochtouren. Zwischen der Rosenstraße und der Forststraße sollen 20 gemeindliche Baugrundstücke entstehen. Laut Bauer könne der Bebauungsplan im Grunde genommen sofort in Kraft gesetzt werden. „Das Vermessungsamt Freising führt derzeit noch ein Umlegungsverfahren durch. Sobald das abgeschlossen ist, kann mit der Erschließung des Baugebiets begonnen werden.“ Der Bebauungsplan sehe demnach Einzelhäuser mit Erd- und Dachgeschoß sowie zwei Vollgeschoßen vor. Auf fünf Parzellen können auch Doppelhäuser gebaut werden. „Die Baugrenzen sind so großzügig bemessen, dass der Bauherr die Anordnung der Gebäude auf dem Grundstück variieren kann.“

Ihre Hausaufgaben in Sachen „Erneuerbare Energien“ hat die Gemeinde mit Bravour gemeistert. Aktuell wird der verbrauchte Strom innerhalb der gesamten Gemeinde zu 121 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt – 2008 waren es gerade mal knappe zehn Prozent. „Bei uns wird mittlerweile mehr sauberer Strom erzeugt als verbraucht.“ Dafür durfte Paul Bauer kürzlich eine Urkunde als Anerkennung für diese tolle Entwicklung in seiner Gemeinde entgegennehmen. Für ihn sei das jedoch kein Grund, das Thema nicht weiter zu verfolgen.

Anna Schledzinski

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