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Offener Brief fordert Tempo 30 am Gammelsdorfer Kindergarten: „Werden nicht warten, bis etwas passiert“

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Tempo 30
Die Freien Wähler Gammelsdorf fordern Tempo 30 am örtlichen Kindergarten. © Symbolfoto: dpa / Jens Kalaene

Die Freien Wähler Gammelsdorf sorgen sich um die Sicherheit von Kindern und Sportlern im Verkehr - und wenden sich mit ihrem Anliegen nun ans Verkehrsministerium.

Gammelsdorf – Um Tempo 30 im Bereich des neuen Gammelsdorfer Kindergartens an der Friedrichstraße zu erreichen, haben sich jetzt die örtlichen Freien Wähler in einem offenen Brief an das Bayerische Verkehrsministerium gewandt.

In seinem Schreiben erläutert Ortsvorsitzender Uwe Penner zunächst den Hintergrund: Seit dem Frühjahr befinde sich direkt an der Kreisstraße FS36 der neue große Kindergarten St. Vitus, daneben liege die Sportanlage des Orts. „Die Bürgermeisterin, der Gemeinderat, Bürger und wir als Freie Wähler versuchen seit geraumer Zeit erfolglos, eine Tempo-30-Zone auf 300 Metern an Werktagen von 7 bis 17 Uhr beim Landratsamt Freising durchzusetzen. Leider bisher immer ohne Erfolg.“ Die Kinder müssten dort „ohne irgendeine Sicherheitsvorkehrung“ die FS36 überqueren.

„Werden nicht warten, bis etwas passiert“

„Vom Leiter der Straßenbehörde des Landratsamts sind immer nur Ausflüchte zu bekommen“, beklagt Penner. „Es heißt, dass zu wenig Verkehr sei und der Eingang des Kindergartens von der Seite aus vollzogen werde.“ Dem Kenntnisstand des Gammelsdorfer FW-Chefs nach gehe es bei der entsprechenden Vorschrift der Straßenverkehrsordnung aber gar nicht darum, wo sich der Eingang der Einrichtung befinde, „sondern dass der Kindergarten direkt an der Straße liegen muss. Das tut er definitv.“

Penner gibt sich kämpferisch: „Wir sind es in unserem Ort gewohnt, vom Landratsamt stiefmütterlich behandelt zu werden. Aber das geht nun gar nicht. Wir werden nicht warten, bis etwas passiert.“ Eine umfassende Verkehrssicherheit sei nur dann gewährleistet, wenn alle mitmachen würden. „Hier muss das Verkehrssystem so angelegt sein, dass menschliche Fehler keine schwerwiegenden Folgen haben.“

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Als Beispiel, dass es auch anders gehe, zieht der FW-Ortsvorsitzende Buch am Erlbach (Kreis Landshut) heran. Der dortige Kindergarten liege an einer Staatsstraße, sein Eingang befinde sich auf der Seite. „Auf 300 Metern ist hier werktags vorbildlich die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Es muss auch in Gammelsdorf an der FS36 ein möglichst hoher Sicherheitsgrad erreicht werden.“ Man freue sich daher, so Uwe Penner abschließend, wenn ein Vertreter des Ministeriums zu einer Ortsbegehung vorbeikommen würde. „Damit die nötigen Schritte für eine Umsetzung der Geschwindigkeitsbegrenzung endlich eingeleitet werden.“
ft

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